Otto-Warburg-Laboratorien

Otto-Warburg-Laboratorien

Unabhängige Forschungsgruppen am MPIMG

Ein wichtiges Element des Instituts sind die unabhängigen Forschungsgruppen, die nicht in Abteilungen integriert sind – die „Otto-Warburg-Laboratorien“. Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter erhalten Mittel aus verschiedenen Quellen, zum Beispiel von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und können zusätzliche Fördermittel einwerben. Sie verantworten ihre Forschung und Publikationen selbst und verwalten ihre Budgets selbständig. Die Berufung an das MPIMG ist in der Regel befristet (von fünf bis zu neun Jahren).

Benannt sind die OWL nach Otto Heinrich Warburg (1883-1970), Biochemiker und Nobelpreisträger für Medizin von 1931.

Quantitative RNA Biology (T. Aktas)
Unsere Arbeitsgruppe untersucht Transposons, die „springenden Gene“ des Genoms. Diese sind Viren sehr ähnlich und beeinflussen ebenso, wie die Zelle RNA verarbeitet. Uns interessiert, wie transkribierte Transposons und Viren gehemmt werden, und wie sich dadurch unser Transkriptom und auf evolutionärer Ebene sogar unser Genom verändert. mehr
RNA Bioinformatics (A. Marsico)
In jüngster Zeit haben viele Hochdurchsatz-Sequenzierungen gezeigt, dass es Tausende lange nicht-kodierende Transkripte gibt, die aktiv im menschlichen und anderen Genomen transkribiert werden. Unser Ziel ist es, neue nicht-kodierende RNA(ncRNA)-Gene zu identifizieren und ihre Rolle in den Regulationsnetzwerken von Eukaryoten und Bakterien zu untersuchen. Obwohl über die Funktion von z.B. miRNAs schon viel bekannt ist, gibt es viele andere Arten von RNA deren Funktion noch weitgehend unbekannt ist. mehr
Nascent transcription & Cell differentiation (A. Mayer)
In der Forschungsgruppe “Nascent Transcription & Cell Differentiation” beschäftigen wir uns mit den regulatorischen Mechanismen, die der RNA-Synthese durch das Schlüsselenzym RNA Polymerase II - in reifen menschlichen Zellen und während ihrer Differenzierung - zugrunde liegen. Des Weiteren versuchen wir zu verstehen, wie eine Fehlregulation dieser Vorgänge zur Entstehung von menschlichen Krankheiten, wie etwa bestimmter Krebsformen, führt.
Um neue Einblicke in diese ungeklärten Zusammenhänge zu bekommen und um unbekannte genregulatorische Mechanismen aufzudecken, kombinieren wir quantitative und genomweite experimentelle Verfahren mit Methoden der Bioinformatik. mehr
Systems Epigenetics (E. Schulz)
In der Gruppe "Systemepigenetik untersuchen wir, wie Gen-regulatorische Netzwerke X-Chromosomen-Inaktivierung und Stammzelldifferenzierung steuern. Wir verwenden eine Reihe quantitativer Techniken, die dann mit Hilfe mathematischer Modelle interpretiert werden. mehr
Gene Regulation and Systems Biology of Cancer (M.-L. Yaspo)
Bitte lesen Sie die englischsprachigen Seiten der Gruppe für detaillierte Informationen über ihre Arbeit. mehr
Cell Signaling Dynamics (Z. Zhike)<strong><br /></strong>
Biologische Netzwerke sind komplexe und dynamische Systeme, die es Zellen ermöglichen, Veränderungen in ihrer unmittelbaren Umgebung wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Die Hauptkomponenten solcher Netzwerke sind bekannt, aber es ist noch nicht klar, wie Zellen die empfangenen Signale in Entscheidungen umwandeln, die die weitere Entwicklung der Zelle beeinflussen. Die Cell Signaling Dynamics Gruppe bedient sich mathematischer Modellierung und experimenteller Ansätze, um die Mechanismen zu erforschen, durch die äußere und innere Signale Zellproliferation und -differenzierung kontrollieren. mehr
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