Max-Planck-Forschungsgruppe Quantitative RNA-Biologie

Unsere Arbeitsgruppe untersucht Transposons, die „springenden Gene“ des Genoms. Diese sind Viren sehr ähnlich und beeinflussen ebenso, wie die Zelle RNA verarbeitet. Uns interessiert, wie transkribierte Transposons und Viren gehemmt werden, und wie sich dadurch unser Transkriptom und auf evolutionärer Ebene sogar unser Genom verändert.

Mit nur vier Buchstaben erscheint das Alphabet unseres Genoms recht einfach. Tatsächlich ist es aber äußerst komplex und steckt voller Überraschungen. Als man beispielsweise das menschliche Genom um die Jahrhundertwende herum sequenzierte, wurde klar, dass mindestens die Hälfte unseres Genoms aus Transposons und Viren besteht – „eigennützigen Elementen“ – und der proteinkodierende Teil des Genoms weniger als zwei Prozent unseres Genoms ausmacht. 

Transposons und Viren können unser Genom destabilisieren und Krankheiten verursachen. Aber es wird immer deutlicher, dass sie gleichzeitig eine zentrale Rolle für die komplexen Vorgänge in unseren Zellen spielen. 

Wir beschäftigen uns mit diesen grundlegenden Fragen, indem wir verschiedene Aspekte der Transposon-Wirt-Interaktionen und ihren Einfluss auf die Entwicklung und Vernetzung in der posttranskriptionellen RNA-Verarbeitung untersuchen. Wir erforschen die Mechanismen, die transkribierte Transposons/Viren hemmen, verzögern oder neutralisieren, und wie dadurch unser Transkriptom und durch die Evolution auch unser Genom verändert wird.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer englischsprachigen Seite.

 

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