Edda Schulz mit dem EMBO Young Investigator Award ausgezeichnet

Berliner Gruppenleiterin unter den besten Forschenden Europas

8. Dezember 2021

Die Biophysikerin Edda Schulz vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPIMG) in Berlin wurde von der European Molecular Biology Organization (EMBO) in dessen Young Investigator Programme aufgenommen. Die Organisation zeichnet so jedes Jahr die vielversprechendsten jungen Forschenden Europas aus.

Edda Schulz leitet die Lise-Meitner-Forschungsgruppe „Systemepigenetik“ am MPI für molekulare Genetik

Dieses Jahr nimmt die EMBO 26 Forschende aus den Lebenswissenschaften in ihr Young Investigator Programme auf. Das Netzwerk besteht derzeit aus 130 Mitgliedern. 

„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und vor allem darüber, dass ich nun Teil eines so exzellenten Netzwerks bin“, sagt Edda Schulz, Gruppenleiterin am MPIMG. „Das Programm richtet sich an die besten europäischen Kolleginnen und Kollegen aus allen molekularbiologischen Fachbereichen – ich verspreche mir also sehr inspirierende Interaktionen.“

Das Programm

Mit dem EMBO Young Investigator Programme werden junge Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter unterstützt, die eine hervorragende Forschungsbilanz vorweisen können. Das Programm eröffnet den Ausgezeichneten Gelegenheiten zur Vernetzung und Weiterbildung und Zugang zu zentralen Einrichtungen des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg. 

Außerdem erhalten sie eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 15.000 Euro und können sich um weitere Zuwendungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Jahr bewerben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind vier Jahre lang aktive Mitglieder des Programms.

Interdisziplinäre Forschung

Schulz’ Forschung ist interdisziplinär: sie bewegt sich an der Schnittstelle zwischen theoretisch-mathematischen Berechnungen und der experimentellen Biologie. Ihre Forschung könnte also von Kontakten in die Breite des Fachbereichs besonders profitieren.

Die Biophysikerin erforscht in ihrer Lise-Meitner-Forschungsgruppe „Systemepigenetik“, wie Zellen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen und daraus Entscheidungen für die Entwicklung ableiten. Insbesondere interessiert sie sich für das regulative System zur Inaktivierung von einem der beiden X-Chromosomen in weiblichen Zellen, für das verschiedene Signale des Genoms und aus der Umgebung miteinander verrechnet werden müssen. 

Zur Person

Nach der Promotion als Biophysikerin am Deutschen Rheumaforschungszentrum und der Humboldt-Universität zu Berlin gewann Edda Schulz 2010 eines der begehrten Langzeit-Stipendien des Human Frontiers Science Program und ging als Postdoktorandin in die Gruppe von Edith Heard am Institut Curie in Paris. 2014 kam sie zum Aufbau einer Max-Planck-Forschungsgruppe an das MPIMG, wo sie inzwischen ein zehnköpfiges Team leitet. Zuletzt konnte Schulz sich eine Lise-Meitner-Förderung der Max-Planck-Gesellschaft sowie eine Förderung des Europäischen Forschungsrates (ERC Starting Grant) sichern.

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