ISSCR Momentum Award für Alexander Meissner
Alexander Meissner, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, wird von der International Society for Stem Cell Research (ISSCR) mit dem ISSCR Momentum Award 2026 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklungs- und Stammzell-Epigenetik ausgezeichnet.
„Ich bin stolz darauf, dass die Arbeit meines Labors zu den grundlegenden Prozessen der frühen Entwicklung von der ISSCR mit dieser prestigeträchtigen Auszeichnung gewürdigt wird. Dies stärkt die Position unseres Instituts auf diesem Gebiet und bekräftigt unser Engagement für Grundlagenforschung, die unser Verständnis der Funktionsweise des Genoms, insbesondere während der frühen Embryonalentwicklung, vorantreibt“, kommentiert Alexander Meissner die Auszeichnung.
Meissners Arbeit befasst sich mit einer zentralen Frage der Biologie: Wie wird die Identität einer Zelle hergestellt, aufrechterhalten und umprogrammiert? Durch seine bahnbrechenden genomischen und epigenomischen Studien definierte er wichtige mechanistische Schritte, die der Umprogrammierung somatischer Zellen und der Pluripotenz zugrunde liegen. Damit trug er maßgeblich zur Schaffung der konzeptionellen und technischen Grundlagen der Forschung an induzierten pluripotenten Stammzellen bei.
Zu seinen einflussreichsten Beiträgen zählen die Entwicklung umfassender transkriptioneller und epigenomischer Referenzkarten pluripotenter Stammzellen sowie die Schaffung des „ScoreCard“-Assays. Letzteres ist ein innovatives Werkzeug, das neue Standards für die Bewertung der Qualität und des Differenzierungspotenzials pluripotenter Zellen setzt und in diesem Bereich mittlerweile weit verbreitet ist.
In späteren Studien beleuchtete er die frühen regulatorischen Dynamiken während der Spezifizierung pluripotenter Zellen und trug mithilfe von räumlicher Transkriptomik und modernsten Genomtechnologien zum Verständnis der Chromatin-Umgestaltung und des In-vivo-Verhaltens von Stammzellen bei.
Seit seinem Eintritt in die Max-Planck-Gesellschaft im Jahr 2017 hat Meissner das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik neu belebt: Er rekrutierte herausragende Nachwuchswissenschaftler, stärkte institutionelle Partnerschaften in ganz Berlin und förderte eine kooperative und rigorose Forschungskultur.
Mit dem Preis werden Forscher*innen ausgezeichnet, deren nachhaltige wissenschaftliche Beiträge das Gebiet der Stammzellenforschung prägen und vorantreiben. Alexander Meissner wird seine Arbeit während der ISSCR 2026 vorstellen, die vom 8. bis 11. Juli 2026 in Montréal, Kanada, stattfindet.
Die ISSCR würdigt außerdem Kathrin Plath (University of California, Los Angeles, USA) und Joseph C. Wu (Stanford University School of Medicine, USA).
Mehr über alle Preisträger des ISSCR Award 2026.
Über die ISSCR
Mit fast 5.000 Mitgliedern aus mehr als 80 Ländern ist die International Society for Stem Cell Research die weltweit führende Organisation, die sich der Förderung der Stammzellforschung und ihrer Anwendung im Bereich der menschlichen Gesundheit widmet.
https://www.isscr.org/












