Neue externe wissenschaftliche Mitglieder am MPIMG

16. April 2026

Das MPIMG freut sich, Claudia Langenberg und Malte Spielmann seit diesem Jahr als externe wissenschaftliche Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft an unserem Institut zu begrüßen. Diese Positionen werden von herausragenden Forscher*innen mit enger Verbindung zu einem MPI bekleidet, die dazu beitragen, das wissenschaftliche Netzwerk des Instituts zu stärken und Kooperationen zu fördern. Sie starteten ihre Arbeit an unserem Institut im März mit einem Minisymposium.

Das Labor von Claudia Langenberg konzentriert sich auf die Integration genetischer, biologischer und Multi-Omics-Daten aus groß angelegten Bevölkerungs- und klinischen Studien. Ziel ist es, die genetische Architektur des menschlichen Stoffwechsels und deren Auswirkungen auf Gesundheit und Krankheit zu charakterisieren. Ihre Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, diese Daten in mechanistische Erkenntnisse für eine Reihe von Krankheiten zu übersetzen. Derzeit ist sie Direktorin des Precision Healthcare University Research Institute an der Queen Mary University of London sowie ehrenamtliche Fachärztin für öffentliche Gesundheit im englischen Ministerium für Gesundheit und Soziales. Darüber hinaus hat sie eine Professur für Computational Medicine in Berlin inne, wodurch sich unsere Verbindungen zum Berlin Institute of Health (BIH) an der Charité weiter vertiefen. „Ich freue mich sehr darauf, Teil dieses herausragenden Umfelds am MPIMG zu werden. Ich hoffe, Brücken zwischen Molekularbiologie, klinischer Forschung und Bevölkerungswissenschaft zu schlagen, um dabei zu helfen, genomische Erkenntnisse in die menschliche Gesundheit zu übertragen“, kommentiert sie.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von Claudia Langenberg: 

http://www.omicscience.org
https://www.linkedin.com/company/phuri/
https://www.bihealth.org/en/research/research-group/computational-medicine


Malte Spielmann hat Pionierarbeit bei der Aufklärung der Rolle nicht-kodierender Gene und struktureller Varianten bei menschlichen Erkrankungen geleistet. Seine Forschung hat grundlegende Erkenntnisse darüber geliefert, wie Mutationen während der Embryogenese pleiotrope Effekte ausüben und wie sie die 3D-Architektur des Genoms beeinflussen. Durch den Einsatz modernster Hochdurchsatztechnologien, insbesondere im Zusammenhang mit der Embryonalentwicklung der Maus, hat sein Labor unser Verständnis der Genregulation bei Entwicklung und Krankheit vorangebracht. Seit Januar 2026 ist er Direktor des Instituts für Medizinische und Humangenetik an der Charité und setzt damit unsere Zusammenarbeit mit dem größten Krankenhaus Berlins fort. Malte ist aus Norddeutschland nach Berlin gezogen, wo er zuvor als Direktor der Institute für Humangenetik am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) an den Standorten Kiel und Lübeck tätig war. „Um das Genom zu verstehen, reicht es nicht aus, seine Sequenz zu lesen – vielmehr gilt es, die regulatorische Sprache zu entschlüsseln, die sowohl die normale menschliche Entwicklung als auch Krankheitsprozesse bestimmt. Es gibt keinen besseren Ort als das MPIMG, um genau dies zu tun. Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt, Teil eines so außergewöhnlichen Teams zu sein“, sagt Malte Spielmann. 

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von Malte Spielmann: 

Spielmann Labor am MPIMG

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