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Willkommen zur Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin!

Willkommen im Max-Planck-Institut für molekulare Genetik!
Samstag, 12. Juni 2004, 17:00 - 1:00 Uhr
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Sehr geehrte Damen und Herren,  liebe Gäste,

zur Langen Nacht der Wissenschaften 2004 öffnet das Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erneut seine Türen und lädt Sie ein, seine Labore zu besuchen und sich bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den Stand der Genomforschung in Deutschland und die aktuellen Forschungsprojekte des Instituts zu informieren. Lernen Sie die Roboter und Modellorganismen kennen, die heute zu den wichtigsten Helfern der Genomforschung gehören. Mit ihrer Hilfe entstehen Kenntnisse, die die moderne Medizin revolutionieren könnten. Aber sind die Erbanlagen von Modellorganismen wie Würmern oder Fliegen wirklich mit denen des Menschen vergleichbar? Wie können uns "geistlose" Roboter bei der Suche nach neuem Wissen behilflich sein? Am 12. Juni 2004 stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik bereit, um Sie auf Ihrer Reise in die Welt der Genomforschung zu begleiten und Ihre Eindrücke und Fragen mit Ihnen zu diskutieren.

Das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin-Dahlem ist eine von Deutschlands führenden Einrichtungen im Bereich der medizinischen Genomforschung. Die wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Genome von Mensch und anderen Organismen, um grundlegende Prinzipien der Organisation, Funktion und Entstehung lebender Organismen und menschlicher Erbkrankheiten aufzuklären und zu charakterisieren. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist es, neue Einblicke in die Entstehung verschiedenster Krankheiten möglichst auf molekulare Ebene zu gewinnen und darauf aufbauend die Voraussetzungen für die Entwicklung ursachengerechter Behandlungsmethoden zu schaffen.

Programm

Programm zum Ausdrucken [pdf]
. . . besonders für Kinder
Nachwuchsforscher bei der Arbeit
Keep (it) cool! - Bitte kühl lagern!
Mitmach-Experimente zum Gebrauch von Kühlmitteln

17:00 - 22:00 Uhr, Wiederholung stündlich

Zur Lagerung und Transport von biologischen Materialien sind Kühlmittel im Labor eine Voraussetzung. Vor allem den jüngeren Besuchern soll in anschaulichen Versuchen der Umgang mit Trockeneis und flüssigem Stickstoff nahegebracht werden. Dabei wird insbesondere auf die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen beim Gebrauch aufmerksam gemacht werden.

Erbsubstanz zum AnfassenDNA-Isolierung
DNA-Isolierung aus Früchten (Mitmach-Experiment)
ab 17:30 Uhr, Wiederholung stündlich

Was Sie immer schon über Zellen wissen wollten (und bisher nicht zu fragen wagten): wir zeigen Ihnen, wie embryonale Stammzellen und deren Chromosomen unter dem Mikroskop aussehen und wie man DNA, RNA oder Proteine sichtbar machen kann. Schliesslich können Sie auch selbst Hand anlegen: wir isolieren DNA aus Tomaten mit Hilfsmitteln, die man in jeder Küche finden kann.
Laborführungen und Demonstrationen
Struktur einer Ribosomen-Untereinheit
Gebrochene Herzen - Zur genetischen Untersuchung von Herzfehlern
Vorstellung aktueller Projekte zur Untersuchung der Ursachen angeborener Herzfehler
ab 17:00 Uhr, Wiederholung stündlich

Angeborene Herzfehler sind mit einem Auftreten von 1 in 100 Neugeborenen der häufigste Geburtsdefekt des Menschen. Nur selten unterliegt ihre Vererbung den Mendelschen Gesetzen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Identifizierung der molekularen Mechanismen der normalen und pathologischen Herzentwicklung, welche im letzteren Fall zu angeborenen Herzfehlern führt. [mehr]

Die Übersetzer der genetischen Information - Ribosomen als Angriffsziel für Antibiotika
Vortrag und Demonstration rund um die Ribosomenforschung
ab 17:00 Uhr, Wiederholung alle 90 Minuten

In jeder lebenden Zelle muss die in der DNA enthaltene Erbinformation in verwendbare Proteine (z.B. Hormone, Enzyme) übersetzt werden. Dies geschieht durch zelleigene "nanomaschinen", genannt Ribosomen. Wie Ribosomen Proteine herstellen, woraus sie aufgebaut sind und wie sie funktionieren, ist das Thema der AG Ribosomen. Nach einer kurzen Einführung, in der die angewendeten Methoden sowie die bisherigen Entdeckungen dargestellt werden, erleben die Besucher bei einer Führung durch ausgewählte Labore die verschiedenen Stadien der Isolierung von Ribosomen aus Bakterien, können echte Ribosomenkristalle unter dem Mikroskop betrachten und sehen als Höhepunkt eine dreidimensionale Vorführung des Ribosoms.

Kryo-Mikroskop

Hochauflösende Mikroskopie zur Darstellung einzelner Moleküle
Vorstellung des neuen Kryo-Elektronenmikroskops
ab 17:15 Uhr, Wiederholung stündlich

In jüngster Zeit hat sich herausgestellt, dass eine Vielzahl elementarer Prozesse in der Zelle von grossen Molekülkomplexen durchgeführt werden, die aus vielen unterschiedlichen Komponenten aufgebaut sind und als molekulare Maschinen arbeiten. Zum Verständnis dieser biologischen Vorgänge auf atomarer Ebene benötigt man den exakten Bauplan der beteiligten Makromoleküle. Dieser kann mit Hilfe der hochauflösenden Kryo-Elektronenmikroskopie ermittelt werden. Die Arbeitsgruppe stellt "Brunhild", das neue Helium-gekühlte Kryo-Elektronenmikroskop des UltraStrukturNetzwerkes vor.Zebrafinken


Geschwätzige Singvögel und menschliche Sprachstörungen

Gruppe 1: Warum Männer nicht zuhören können und Frauen schlecht einparken, Teil I
17:15 / 18:15 / 19:15 Uhr
Unterschiede im Verhalten von männlichen und weiblichen Singvögeln. Plus: Polymerase- Kettenreaktion zur Geschlechterbestimmung.
Zebrafinken
Gruppe 2: Tests für Sprachstörungen: testen Sie sich selbst!
18:45 / 19:45 / 20:45 Uhr
Plus: Vergleichende Sequenzanalyse eines Gens bei Menschen und Vögeln, dessen Mutation zu Sprachstörungen führt.

Gruppe 3: Sprache hören, Sprache sehen
20:15 / 21:15 / 22:15 Uhr
Analyse der akustischen Signale der eigenen Sprache und Gesangsanalyse von Vögeln mittels Computerprogramme. Wie Sprache hören und Sprechen sehen einander beeinflussen.

Gruppe 4: Warum Männer nicht zuhören können und Frauen schlecht einparken, Teil II
21:45 / 22:45 / 23:45
Unterschiede im Gehirn von männlichen und weiblichen Vögeln. Lokalisierung eines "Sprachstörungs-gens". Stereomikroskopie, Fluoreszenzmikroskopie.

Ausschnitt aus Roboter
Robotik in der Genom-Sequenzierung
Vorführung der Sequenzierroboter
ab 17:30 Uhr, Wiederholung stündlichDrosophila


Fruchtfliegen, Apfelsaft und Zellteilung?

Wofür Forschung an der Fliege gut ist
ab 17:45 Uhr, Wiederholung stündlich


Biologische Vorgänge in Zellen werden durch Proteinkomplexe ausgeführt. Für das grundlegende Verständnis von biologischen Prozessen und deren Regulation ist daher die Charakterisierung von Proteinkomplexen notwendig, die für diese Abläufe verantwortlich sind. [mehr]

DNA-Array
Gene im World Wide Web
Bioinformatik auf den Spuren des Brustkrebses
ab 17:45 Uhr, Wiederholung alle zwei Stunden

Dem Krebs mit dem Computer auf der Spur
18:45 / 20:45 / 22:45 Uhr

Wer immer schon wissen wollte, was Mathematiker, Informatiker, Biologen und Mediziner gemeinsam an den Bildschirm fesseln kann und wie sie versuchen, die Entwicklung von Krebs zu verstehen, ist hier goldrichtig. In kleinen Gruppen von 3-4 Personen wird ein Einblick in folgende Themen gegeben:

  • Wie entsteht Krebs überhaupt?
  • Warum ist Krebs so schwer erkennbar und heilbar?
  • Kann die molekulare Genetik mehr als konventionelle Methoden?
  • Was sind Microarrays und wie helfen diese Krebs genauer zu charakterisieren?
  • Wie funktionieren bioinformatische Auswertungen? (am Beispiel einer Leukämie Krebsstudie)

Hochdurchsatz-Roboter in der funktionellen Genomforschung
Vorführung der grossen Roboter
18:00 - 21:00 Uhr, Wiederholung stündlich
Ausstellung
Ausstellung "Das Genom des Menschen" Das Genom des Menschen - einzigartig und variabel
17:00 - 1:00 Uhr

Die Ausstellung "Das Genom des Menschen" bietet einen allgemeinverständlichen Überblick über die Humangenomforschung und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin. Sie wurde anlässlich der internationalen Tagung der Humangenomforscher 2004 (Human Genome Meeting, HGM 2004) entwickelt; ihr Bogen spannt sich von der Sequenz des menschlichen Erbguts über die Analyse der Gene bis zurEntwicklung neuer Medikamente für eine individualisierte Medizin.