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28.10.2009
Das "Glückshormon" Serotonin reguliert den Zuckerstoffwechsel
Berliner Wissenschaftler und Kollegen aus Slovenien klären den Wirkmechanismus von Serotonin in der Bauchspeicheldrüse und den Zusammenhang mit der Volkskrankheit Diabetes auf
In der industrialisierten Welt ist Diabetes die bedeutendste Stoffwechselerkrankung, die neben zahlreichen jährlichen Todesfällen auch zu einer starken finanziellen
Belastung des Gesundheitswesens führt. Die erfolgreiche Prävention und Behandlung dieser Krankheit setzt ein genaues Verständnis der zugrundeliegenden molekularen
Zusammenhänge voraus. Wofür beispielsweise das "Glückshormon" Serotonin in der Bauchspeicheldrüse in den Insulin-produzierenden Zellen enthalten ist, blieb über vier
Jahrzehnte lang rätselhaft und konnte nun von Wissenschaftlern des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik aufgeklärt werden. In der aktuellen
Online-Ausgabe der Fachzeitschrift PloS Biology beschreiben die Forscher um Diego J. Walther und Nils Paulmann, dass Serotoninmangel in der Bauchspeicheldrüse zu
Diabetes führt. Durch die interdisziplinäre Arbeit gelang es, die molekularen und physiologischen Ursachen dafür zu enträtseln. Besonders fruchtbar war hierbei die
enge Zusammenarbeit mit Marjan Rupnik, dem Leiter des Instituts für Physiologie in Maribor, Slovenien - ehemals Gruppenleiter am Göttinger Max-Planck-Institut für
biophysikalische Chemie - sowie mit Heidrun Fink, der Geschäftsführenden Direktorin des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Veterinärmedizin der Freien
Universität Berlin und deren Mitarbeitern (PloS Biology, 27. Oktober 2009, doi:10.1371/journal.pbio.1000229.). Volltext
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07.10.2009
Mehr als 20 Jahre der Max-Planck-Gesellschaft verbunden
Präsident Peter Gruss gratuliert der früheren Forschungsgrupppenleiterin Ada E. Yonath zum Nobelpreis für Chemie 2009
Die Max-Planck-Gesellschaft gratuliert Ada E. Yonath zum Chemie-Nobelpreis 2009. "Es freut mich, dass mit Frau Yonath eine Wissenschaftlerin geehrt wurde, die mehr
als 20 Jahre der Max-Planck-Gesellschaft verbunden war. Während dieser Zeit entstanden die entscheidenden Grundlagen der Forschung, für die sie jetzt den Nobelpreis
erhielt", sagt Präsident Peter Gruss.
Ada E. Yonath arbeitete von 1979 bis 1984 am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin. In dieser Zeit begann sie an Struktur und Funktion der Ribosomen zu
forschen. Von 1986 bis 2004 leitete sie die Max-Planck-Arbeitsgruppe "Ribosomenstruktur" am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg. Ada Yonath arbeitet
heute als Strukturbiologin am Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rechowot, Israel. Sie teilt sich den Nobelpreis mit Venkatraman Ramakrishnan (MRC Laboratory of
Molecular Biology, Cambridge, England) und Thomas A. Steitz (Yale University, USA). Volltext
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02.08.2009
Kein Schutz vor dem Alter
Berliner Wissenschaftler weisen erstmalig einen direkten Zusammenhang zwischen mitochondrialer Fehlfunktion und Alterung nach
Altersbedingte Veränderungen werden als Erstes an der Haut sichtbar. Doch auch die nicht sofort ins Auge fallenden
Veränderungen wie ein Verlust von Knochenmasse, was in ausgeprägten Fällen zur Osteoporose und somit zur besonderen
Anfälligkeit gegenüber Knochenbrüchen führen kann, gehören zu den typischen mit Alterung verbunden Merkmalen des Menschen.
Treten diese Symptome bereits bei Kindern und Jugendlichen auf, sprechen Wissenschaftler von Alterungs- oder segmentalen
Progerie-Syndromen. Diese umfassen eine Reihe von Erkrankungen mit ähnlichem äußeren Erscheinungsbild, die jedoch durch sehr
unterschiedliche genetische Störungen hervorgerufen werden können. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für
molekulare Genetik und der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten jetzt in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe aus
Singapur und einem internationalen Konsortium von Medizinern und Wissenschaftlern nachweisen, dass vorzeitige Hautalterung
(Cutis laxa) in Verbindung mit geistiger Behinderung durch Veränderungen des PYCR1-Gens verursacht werden kann. In der
aktuellen online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Genetics" beschreiben die Forscher um Stefan Mundlos und Uwe Kornak,
dass Veränderungen von PYCR1 zu einem Funktionsverlust der Mitochondrien führen. Dieses sind Funktionsbereiche der Zellen,
die vor allem für den Energiestoffwechsel sowie das kontrollierte Absterben der Zellen, die sogenannte Apoptose,
verantwortlich sind. Die Ergebnisse der Berliner Forscher weisen erstmalig einen direkten Zusammenhang zwischen
Alterungsprozessen und einer Fehlfunktion der Mitochondrien nach [Reversade et al., Nature Genetics, doi 10.1038/ng.413,
Advance Online Publication 02.08.2009]. Volltext
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10.07.2009
Ausgezeichnete Forschung
Doktorand des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält Promotionspreis 2009 der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft
Dr. Thore Brink ist diesjähriger Träger des Promotionspreises der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG). Der mit 2.500 Euro dotierte Preis, der von der TSB
Technologiestiftung Berlin gestiftet wird, wurde am 9. Juli 2009 im Rahmen der BWG-Jahresversammlung übergeben. Brink erhielt die Auszeichnung für Untersuchungen zu
Alterungsprozessen bei Mäusen und Menschen, die er im Rahmen seiner Promotion am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik durchgeführt hat. Volltext
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13.06.2009
Lange Nacht der Wissenschaften 2009
Vorstellung aktueller Projekte des MPI für molekulare Genetik
Samstag, 13. Juni 2009, 17:00 - 1:00 Uhr
Nach der Entschlüsselung des Humangenoms fragen Wissenschaftler heute, wie Gene gesteuert werden und wie sie miteinander
interagieren. Die Antworten werden die medizinische Praxis der nächsten Jahren verändern. Schon bald können Ärzte bei
bestimmten Erkrankungen die genetische Besonderheit einzelner Patienten charakterisieren und ihre Behandlung gezielt darauf
abstimmen. Auch 2009 laden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik
erneut dazu ein, sich über die Fortschritte der Genomforschung und die Möglichkeiten der personalisierten Medizin zu
informieren.
Zur Langen Nacht im MPIMG Volltext
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26.03.2009
DNA-Duplikation führt zur Kurzfingrigkeit
Wie viele und wie lange Glieder ein Zeigefinger besitzt, wird von einer nicht-kodierenden Sequenz im Genom gesteuert
Das menschliche Erbgut besteht insgesamt aus 3,3 Milliarden Bausteinen, von denen nur etwa zwei Prozent für lebenswichtige
Proteine kodieren. Die Funktion der übrigen 98 Prozent, die sich aus nicht-kodierenden Sequenzen zusammensetzt, ist bisher
weitgehend unbekannt. Mittels einer neuen Methode haben Berliner Wissenschaftler jetzt in diesen bisher wenig untersuchten
Bereichen den Schlüssel für einen neuen Krankheitsmechanismus entdeckt, der zu einer seltenen Fehlbildungen der Hand führt.
Das Überraschende dabei: Normalerweise wird diese durch klassische Genmutationen bedingt. Als weitere Ursache kommt
allerdings auch die DNA-Verdopplung einer Regulatorsequenz in Frage, wie die Forscher jetzt herausgefunden haben. Diese
Duplikation liegt in einer evolutionär hoch konservierten Sequenz des Genoms, die bei verschiedenen Spezies, unter anderem
beim Huhn und bei der Maus, nahezu identisch ist. (American Journal of Human Genetics, 10. April 2009;
Online-Vorabpublikation 26. März 2009) Volltext
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05.03.2009
Unterschiedliche Reichweite von Signalmolekülen verursacht Wachstumsstörungen
Wissenschaftler beschreiben molekulare Abläufe beim Längenwachstum der Finger
Als Brachydaktylie bezeichnen Mediziner eine Gruppe von seltenen, genetisch bedingten Erkrankungen, bei denen einer oder
mehrere Finger verkürzt sind (Griech. brachys = kurz, dactylos = Finger). Seit langem bekannt ist die Brachydaktylie A1, bei
der die mittleren Fingerglieder betroffen sind. Wissenschaftler der Universitäten Hong Kong und Shanghai konnten jetzt
gemeinsam mit Kollegen des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Charité - Universitätsmedizin Berlin zeigen,
dass die Verkürzung der Finger nicht durch eine Wachstumsstörung einzelner Knochen hervorgerufen wird. Vielmehr fehlt dem
Organismus bei dieser Erkrankung die Fähigkeit, Zellen aus dem umliegenden Gewebe in den wachsenden Knorpel einzubauen und
damit das Längenwachstum zu verstärken. Die vorab in der online-Version der Zeitschrift Nature veröffentlichte Studie klärt
erstmalig den molekularen Mechanismus einer menschlichen Brachydaktylie auf und gibt neue Einblicke in die grundsätzlichen
Abläufe beim Wachstum der Finger (Gao B, et al., Nature, doi:10.1038/nature07862, advance online publication March 1st,
2009). Volltext
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19.12.2008
Was macht uns alt?
Wissenschaftler des MPI für molekulare Genetik liefern Modell der molekularen Grundlage des Alterns
Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin ist es gelungen, durch die Untersuchung
altersbedingter Veränderungen der Genaktivität von Mäusen eine Erklärung für die Ursache des Alterns zu liefern. In der
Fachzeitschrift Biogerontology erläutern die Forscher, dass die Alterung eines Organismus davon abhängt, wie stabil sein
Stoffwechsel ist. Die Wissenschaftler stellen ein Modell vor, welches die molekularen Mechanismen der Alterung beschreibt und
in der Lage ist, individuelle und artspezifische Unterschiede der Lebenserwartung zu erklären (Brink et al., Biogerontology
2008, DOI 10.1007/s10522-008-9197-8). Volltext
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15.12.2008
Wie viele Finger hat die Hand?
Berliner Wissenschaftler beschreiben molekularen Mechanismus der Entstehung der Vielfingrigkeit
Hände schütteln, Händchenhalten, Handauflegen - für viele kulturelle Verhaltensweisen und Ausdrucksformen ist die Hand
unerläßlich. Wie diese aussehen muss, ist auch jedem klar. Schon kleine Kinder wissen, dass fünf Finger das Wichtigste einer
jeden Hand sind. In einigen Fällen können jedoch sechs oder mehr Finger vorkommen. Einzelne Finger können nach ihrer
Entstehung wieder miteinander verwachsen, Mediziner sprechen in diesen Fällen von Synpolydaktylien. Forschern des Berliner
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es jetzt gelungen, die
molekularen Mechanismen bei der Entstehung solcher Synpolydaktylien aufzuklären. In der renommierten Fachzeitschrift
"Journal of Clinical Investigation" beschreiben die Wissenschaftler um Stefan Mundlos, dass die zusätzlichen Finger durch
unkontrollierte Knorpelbildung entstehen, die durch einen Mangel an Retinsäure in den betreffenden Regionen der
Extremitätenknospe hervorgerufen wird. (Kuss et al., J. Clin. Invest. 119(1), 2009, doi: 10.1172/JCI36851, advance online
publication December 15, 2008) Volltext
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09.11.2008
Von Geburt an alt
Berliner Wissenschaftler identifizieren eine Ursache für vorzeitige Alterung
Schlaffe, faltige Haut und brüchige Knochen - jeder kennt diese typischen Merkmale alter Menschen. In sehr seltenen Fällen
können Alterungsprozesse bereits gleich nach der Geburt einsetzen. Unter "Progerie" (wörtlich: "frühes Alter") fassen
Mediziner eine Reihe von Krankheiten zusammen, die bereits bei Kleinkindern zur Vergreisung führen. Wissenschaftlern des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Charité-Universitätsmedizin Berlin ist es jetzt gemeinsam mit Kollegen
aus Köln, Münster, Chemnitz, München, Italien, den USA, Oman, Großbritannien und der Schweiz gelungen, die genetische
Ursache einer solchen Progerie-Erkrankung aufzuklären. In der aktuellen online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature Genetics"
beschreiben Stefan Mundlos und seine Mitarbeiter, dass die Krankheit Gerodermia osteodysplastica durch Mutationen des
SCYL1BP1-Gens verursacht wird. Dies führt zu einem Funktionsverlust des im Golgi-Apparat lokalisierten SCYL1BP1-Proteins,
welches am Transport von Proteinen aus der Zelle beteiligt ist. [H.C. Hennies, U. Kornak et al.: Gerodermia osteodysplastica
is caused by mutations in SCYL1BP1, a Rab-6-interacting golgin. Nature Genetics, Advance Online Publication, 9.11.2008, DOI
10.1038/ng.252] Volltext
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24.10.2008
MPI für molekulare Genetik ist deutscher Partner des 1000 Genome-Projekts
Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Beteiligung der Berliner Wissenschaftler mit insgesamt 4,9 Millionen Euro
99% der Gene sind bei allen Menschen identisch. Nur 1% des gesamten Erbmaterials variiert zwischen verschiedenen Personen.
Wissenschaftler interessieren sich jedoch vor allem für die Unterschiede, da diese nach unserem bisherigen Wissen für die
individuelle Empfänglichkeit gegenüber Krankheiten, Medikamenten und Umwelteinflüssen verantwortlich sind. Die Erstellung
einer genauen Karte solcher Unterschiede im Erbmaterial verschiedener Individuen ist Ziel des internationalen 1000
Genome-Projekts, das im Januar 2008 gestartet wurde. Im August dieses Jahres wurde das Max-Planck-Institut für molekulare
Genetik aus Berlin als neunter und bisher letzter Partner in das internationale Konsortium aufgenommen. Heute konnte die
Datenproduktion der Pilotphase des Projektes erfolgreich abgeschlossen werden. Ermöglicht wurde dies durch Unterstützung des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welches die Beteiligung der Berliner Forscher an dem internationalen
Großprojekt im Rahmen des Programms "Integrierte Verbünde der medizinischen Genomforschung NGFN-Plus" mit insgesamt 4,9
Millionen Euro fördert. Volltext
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11.09.2008
Erwin-Schrödinger-Preis geht nach Berlin
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält Erwin-Schrödinger-Preis 2008
Dr. Ulrich Stelzl, Selbständiger Nachwuchsgruppenleiter am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
(MPIMG), ist Träger des Erwin-Schrödinger-Preises 2008. Der Wissenschaftler erhält die mit 50.000 Euro dotierte
Auszeichnung zu gleichen Teilen mit vier weiteren Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin
(MDC) Berlin-Buch, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Die
Preisverleihung findet im Rahmen der Helmholtz-Jahrestagung 2008 in Berlin statt. Volltext
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05.09.2008
Epigenetik bestimmt Entwicklung und Funktion von Herz- und Skelettmuskeln
Berliner Wissenschaftler beschreiben neuartigen Transkriptionsfaktor, der die Entwicklung von Herz- und Skelettmuskeln steuert
Raupe und Schmetterling - zwei völlig unterschiedliche Organismen, die jedoch die gleiche Erbinformation besitzen.
Auch im menschlichen Organismus entwickeln sich die Zellen trotz identischer Erbinformation zu so unterschiedlichen
Geweben wie Muskeln, Knochen oder Nerven. Dies gelingt, indem der Organismus in jeder Zelle jeweils nur bestimmte
Abschnitte seines Erbguts (DNA) aktiviert. Die Aktivierung erfolgt nicht durch die DNA selbst, sondern durch
chemische "Schalter", die sich von außen an die DNA anheften und sie dadurch an- oder ausschalten können. Neben
seiner DNA vererbt ein Organismus auch diese Schalter an seine Nachkommen weiter. Die Analyse der vererbbaren
Eigenschaften, über die Gene an- oder ausgeschaltet werden können, sind Thema der Epigenetik. Wissenschaftler des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik haben jetzt gemeinsam mit Kollegen vom Max-Delbrück-Centrum für
Molekulare Medizin in Berlin-Buch ein neues Schlüsselprotein (DPF3) der epigenetischen Regulation im Herz- und
Skelettmuskel gefunden. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Genes & Development beschreiben die Forscher
unter der Leitung von Silke Sperling die Bedeutung von DPF3 für die Entwicklung und Funktion von Herz- und
Skelettmuskel (Lange, M.et al. Genes & Development 2008; 22: 2370-2384). Volltext
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02.09.2008
Tag der Talente 2008
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik beteiligt sich am Tag der Talente 2008
Der Tag der Talente 2008 wird vom 20. - 22. September in Berlin stattfinden. Bundesministerin Dr. Annette Schavan
lädt hierfür 300 herausragende junge Talente, darunter die Preisträgerinnen und Preisträger auf Bundesebene der
öffentlich finanzierten Schüler- und Leistungswettbewerbe, wie "Jugend forscht" oder dem "Bundeswettbewerb
Komposition" ein. Für ihre außergewöhnlichen Leistungen werden die Schülerinnen und Schüler von der
Bundesbildungsministerin am Tag der Talente ausgezeichnet. Die Talente haben die Möglichkeit in Workshops von
verschiedenen Partnerinstitutionen die eigenen Interessen zu vertiefen und andere Fachgebiete kennen zu lernen. Volltext
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04.07.2008
Neue Methode entschlüsselt Erbinformation genauer als bisher
Neuartige Technologien erlauben es Berliner Wissenschaftlern, die Sequenzen von Botenmolekülen, die Erbinformationen aus dem Zellkern ins Plasma transportieren, detailliert in der Zelle nachzuweisen
Muskeln, Knochen, Nerven - der menschliche Organismus besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zellen. Jede besitzt ihr
eigenes spezifisches Aussehen sowie bestimmte Funktionen. Gemeinsam bilden sie einen Organismus, dessen Erbinformation in allen
Zellen identisch ist. Wie schafft es der Körper, so viele unterschiedliche Zellen entstehen zu lassen? Mit dieser Frage
beschäftigten sich Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, gemeinsam mit Kollegen der Firma
Genomatix Software in München. Mithilfe neuartiger Sequenziertechnologien bestimmten die Forscher die Sequenzen der mRNAs, der
Botenmoleküle, welche die Erbinformationen aus dem Zellkern in das Zellplasma transportieren. Die enorme Sensitivität der
Methode erlaubte ihnen beispielsweise den Nachweis von einzelnen Molekülen. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler eine
Vielzahl bislang unbekannter Splice-Varianten sowie zahlreiche neue Gene. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science
beschreiben Marie-Laure Yaspo und ihre Kollegen das sogenannte "Transkriptom" einer Zelle mit bisher nicht vorstellbarer
Genauigkeit. Ihre Arbeit eröffnet den Weg zu einem umfassenden Verständnis der Bedeutung genetischer Informationen (Science
Express, 3. Juli 2008). Volltext
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24.06.2008
Neuer Ansatz zur Unterdrückung des Tumorwachstums
Berliner Wissenschaftler klären Funktionsweise von Rapamycin im Zellstoffwechsel auf
Bösartige Tumore zeigen häufig eine Überfunktion des sogenannten Sonic Hedgehog (SHH)-Signalweges. Wissenschaftler des Berliner
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik konnten jetzt in Zusammenarbeit mit Kollegen der Charité - Universitätsmedizin
Berlin sowie der Universitäten in Dundee und Innsbruck zeigen, dass Rapamycin, ein Medikament, welches vielfach zur
Unterdrückung der Immunabwehr nach Organtransplantationen eingesetzt wird, diesen Signalweg wirksam blockieren kann. In der
Fachzeitschrift Cancer Research beschreiben Sybille Krauß und ihre Kollegen, dass Rapamycin durch Beeinflussung des
Transkriptionsfaktors GLI3 die Bildung des Zellzyklus-Regulators Cyclin D1 unterdrückt. Dies führt zu einer deutlichen
Verminderung des Wachstums bestimmter Tumore. Die Ergebnisse der Forscher ebnen den Weg für die Markteinführung von Rapamycin
als Medikament gegen maligne Tumore [Krauß et al., Cancer Res 2008; 68(12):4658-65]. Volltext
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14.06.2008
Lange Nacht der Wissenschaften 2008
Vorstellung aktueller Forschungsprojekte des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik
Samstag, 14. Juni 2008, 17:00 - 1:00 Uhr
Vor sieben Jahren wurde das menschliche Genom entschlüsselt. Doch was damals als wissenschaftliche Großtat gefeiert wurde, ist
inzwischen fast selbstverständlich geworden. Inzwischen existieren Bestrebungen, das Erbgut von Einzelpersonen zu analysieren.
Was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns? Gibt es demnächst den gläsernen Menschen, dessen (medizinische) Zukunft kein
Geheimnis mehr ist? Auch 2008 laden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare
Genetik (MPIMG) alle Besucher dazu ein, sich über die aktuellen Entwicklungen der Genomforschung zu informieren.
Volltext
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01.05.2008
Krankheitsgenen auf der Spur
Wissenschaftler identifizieren einen Gendefekt, der geistige Behinderung verursacht
Erbliche Formen der geistigen Behinderung wurden bislang vor allem mit genetischen Defekten auf dem X-Chromosom in Verbindung
gebracht. Bis heute konnten Wissenschaftler mehr als 80 Gene identifizieren, die auf dem X-Chromosom liegen und geistige
Behinderung verursachen können, wenn sie irgendwelche Defekte aufweisen. Doch vermutlich können nur 10 Prozent aller Fälle von
geistiger Behinderung durch solche X-chromosomalen Veränderungen erklärt werden. Den weitaus größeren Teil der Gene, deren
Defekte zu Schäden bei höheren Hirnfunktionen führen können, vermuten Wissenschaftler auf den "Nicht-Geschlechts-Chromosomen",
den sogenannten Autosomen. Forschern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik gelang es jetzt zusammen mit
Wissenschaftlern aus Teheran, durch Untersuchung einer großen iranischen Familie einen Gendefekt auf dem Chromosom 8 zu
identifizieren, der geistige Behinderung nach sich zieht. Eine andere Arbeitsgruppe hat diesen Befund durch Untersuchung einer
kleinen französischen Familie bestätigt. Bei dem Gendefekt könnte es sich daher um eine häufige Form der autosomal rezessiv
vererbten geistigen Behinderung handeln. Beide Untersuchungen werden in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift American Journal of Human Genetics beschrieben (1. Mai 2008). Volltext
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15.04.2008
Einsatz neuer Sequenziertechnologien für klinische Fragestellungen
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin identifizieren neue Gene für geistige Behinderung
Bislang angewandte Methoden zur Untersuchung chromosomaler Bruchpunkte sind relativ umständlich, zeitaufwändig und teilweise
auch zu ungenau, um eventuell unterbrochene Gene zu identifizieren. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für
molekulare Genetik haben jetzt eine Methode vorgestellt, die diese Probleme überwindet. Mit Hilfe neuester
Sequenziertechnologien (Solexa-Sequenzierung) haben die Forscher unter der Leitung von Dr. Wei Chen chromosomale Bruchstellen
von drei Patienten mit unterschiedlichen Formen von geistiger Behinderung untersucht. Es gelang ihnen, bei allen drei Patienten
Gene zu identifizieren, die durch ein Chromosomen-Rearrangement unterbrochen worden waren. Es handelt sich um drei verschiedene
Gene mit völlig unterschiedlicher Funktion; alle drei sind aus Sicht der Wissenschaftler jedoch für die jeweilige Form der
geistigen Behinderung der betroffenen Patienten verantwortlich. Der in der Zeitschrift "Genome Research" erschienene Artikel
beschreibt erstmalig den Einsatz der Solexa-Sequenzierung für klinische Untersuchungen [Chen et. al., Genome Research 2008, DOI:
10.1101/gr.076166.108]. Volltext
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03.04.2008
Computers get to the heart of gene expression
German scientists are unravelling the genetic basis of diseases by combining computational biology techniques.
Link: http://www.rsc.org/Publishing/Journals/cb/Volume/2008/5/heart_of_the_matter.asp
Volltext
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28.03.2008
Ein bisschen wie der Oskar
Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält BioMed Central-Forschungspreis 2007
Der britische Verlag BioMed Central hat am 19. März 2008 die besten wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, die 2007 in
seinen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Den Preis für die beste biologische Arbeit erhielt Dr. Markus Ralser, Gruppenleiter
am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin. Volltext
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07.03.2008
Entstanden Knochen zuerst in der Haut?
Die Isolierung von bestimmten Genen aus den Hautzähnen des Katzenhais legt diese Vermutung nahe
"Was verbindet den Menschen mit einem Lanzettfischchen, dem Schleimaal und dem Katzenhai?" Dieser Frage sind Wissenschaftler des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und ihre Kollegen aus Berlin, Hamburg und Tübingen nachgegangen. Sie untersuchten
anhand wichtiger Vertreter der Chorda-Tiere, zu denen auch die Wirbeltiere gehören, die phylogenetischen Ursprünge von Knorpeln,
Knochen, Zähnen und Skelett. Dabei nahmen sie auf molekularer Ebene bestimmte Entwicklungsgene (Runx 1-3) unter die Lupe, die
eine Schlüsselrolle in der Skelettentwicklung spielen. Die Ergebnisse verblüfften die Forscher: Denn die Aktivitäten dieser Gene
ließen sich mehrere hundert Millionen Jahre zurückverfolgen. Runx-Gene waren sowohl im Kiemendarm von Lanzettfischchen, im
Knorpel von Schleimaalen sowie im Knorpel und den zahn-ähnlichen Hautschuppen des Katzenhais aktiv. Letzteres lässt auf eine
gemeinsame Vorläuferstruktur von Knochen und den zahn-ähnlichen Hautschuppen beim Hai schließen. (PLoS Genetics, 6. März 2008) Volltext
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15.02.2008
Süßes Geheimnis wird gelüftet
Wissenschaftler aus Berlin und Bielefeld wollen das Genom der Zuckerrübe entschlüsseln - Grundlage für die Züchtung leistungsfähigerer Sorten wird gelegt
Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und dem Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld planen, in
den nächsten drei Jahren unter Beteiligung deutscher Saatgutfirmen die gesamte Erbinformation der Zuckerrübe zu entschlüsseln. Damit legen sie die
Grundlage für die Züchtung leistungsfähigerer Sorten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderinitiative
GABI-FUTURE mit insgesamt drei Millionen Euro gefördert. Volltext
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05.02.2008
Zuckermangel fördert Falten
Defekte Glykoproteinbildung verursacht auffällige genetische Hautveränderungen
Rosige, faltenfreie Haut wird bei Babys als selbstverständlich vorausgesetzt. Verschiedene Störungen können jedoch dazu führen, dass
bereits Neugeborene Hautfalten aufweisen, wie sie normalerweise erst bei sehr alten Menschen zu finden sind. Wissenschaftler des
Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik haben jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, Köln, Belgien, den Niederlanden,
Großbritannien, Oman und den USA die genetischen Grundlagen einer schweren Hauterkrankung, der Cutis laxa (wrinkly skin-Syndrom)
aufgeklärt. In der Fachzeitschrift Nature Genetics beschreiben sie, dass die Mutation einer sogenannten Protonenpumpe in der Wand des
Golgi-Apparates zu extremer Faltenbildung und vorzeitiger Hautalterung bei den Betroffenen führt [U. Kornak et al.: Impaired
glycosylation and cutis laxa caused by mutations in the vesicular H+-ATPase subunit ATP6V0A2. Nature Genetics 40 (1), 32-34 (2008)]. Volltext
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20.12.2007
Gesteuerte Abwehrreaktion
Molekularer Schalter schützt Zellen vor oxidativem Stress
Oxidativer Stress, der durch freie Radikale ausgelöst wird, schädigt viele biologische Prozesse. Möglicherweise
haben Wissenschaftler des Max- Planck-Instituts für molekulare Genetik jetzt einen Weg gefunden, wie Zellen ihm
gezielt entgegenwirken. Gemeinsam mit Kollegen aus Amsterdam, Bochum und Salzburg identifizierten sie einen
molekularen Schalter, mit dem Zellen unter Stressbedingungen ihren Stoffwechsel umstellen können. In Zukunft könnten
diese Beobachtungen zu einem besseren Verständnis menschlicher Krankheiten und des Alterungsprozesses führen.
(Journal of Biology, 20. Dezember 2007). Volltext
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14.11.2007
Ein Code jenseits der DNA
Berliner Wissenschaftler finden Hinweise, dass das Ablesen genetischer Information über die Modifikation bestimmter DNA-Strukturproteine codiert wird
Die Verschlüsselung der genetischen Information in der DNA - der sogenannte genetische Code - ist seit langem bekannt.
Umstrittener ist jedoch die Existenz eines so genannten "Histon-Codes", der mittels Modifikationen an DNA-Strukturproteinen
(Histonen) das Ablesen der genetischen Information beeinflußt. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für
molekulare Genetik haben jetzt Belege gefunden, welche die Existenz eines solchen Codes untermauern. In der aktuellen
Ausgabe der Zeitschrift Genomics berichten sie, dass die Transkriptionsrate bestimmter Gene über chemische Modifikationen
der Histone reguliert werden kann [Fischer, J.J. et al., Genomics 2007, doi 10.1016/j.ygeno. 2007.08.010]. Volltext
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05.10.2007
Wikipedia für Proteinstrukturen veröffentlicht
Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik unter den Siegern des 3rd International Biowiki Contest
Drei Mitarbeiter der Nachwuchsgruppe Bioinformatik / Strukturelle Proteomik des Berliner Max-Planck-Instituts für
molekulare Genetik zählen zu den diesjährigen Gewinnern des 3rd International Biowiki Contest. Die Bioinformatiker
Dan Bolser, José Duarte und Henning Stehr haben erfolgreich an dem bereits zum dritten Mal von dem Asia Pacific
Bioinformatics Network (APBioNet) und dem Koreanischen Bioinformatik Center (KOBIC) veranstalteten Biowiki-Wettbewerb
teilgenommen. Ihre Aufgabe war es, mit Hilfe der Wiki-Technologie eine Webseite zu erstellen, die als sinnvolle
Wissensquelle zu einem biologischen Thema eigener Wahl genutzt werden kann. Unter den teilnehmenden zehn Gruppen
konnten die Berliner Forscher mit ihrer Idee einer Diskussionsplattform für Proteinstrukturdaten den zweiten Platz
erringen. Volltext
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27.06.2007
Otto Hahn Medaillen an hervorragende Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Institutes für molekulare Genetik verliehen
Im Rahmen der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Kiel am 27. Juni 2007 konnten Frau Dr. Petra Seemann und Herr Dr. Florian Markowetz ihre Auszeichnungen in Empfang nehmen.
Volltext
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09.06.2007
Lange Nacht der Wissenschaften 2007
9. Juni 2007, 17:00 - 1:00 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
alles, was Sie schon immer über die Arbeit der Wissenschaftler,
die sich mit Genen, Genomen und DNASequenzen
beschäftigen, wissen wollten, können Sie in
dieser Nacht am Max-Planck-Institut für molekulare
Genetik erfragen. Volltext
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24.04.2007
Standards in der Systembiologie erwünscht
Theoretische und experimentelle Wissenschaftler sind sich über die Bedeutung von Standards in der Systembiologie einig.
Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Nature Biotechnology" berichtet über das Ergebnis einer Umfrage, in der die wissenschaftliche
Gemeinde der Systembiologien über den Sinn und Unsinn von Standards befragt wird. Forscher des Max-Planck-Institutes für molekulare
Genetik unter der Leitung von Prof. Edda Klipp haben im Rahmen des EU-Projektes Yeast Systems Biology (YSBN) diese Internetumfrage
durchgeführt und sind zu dem Ergebnis gekommen, das 80% der Forscher die Einführung von Standards befürworten. Die Teilnehmer betonen,
dass Standards dabei helfen, mathematische Modelle zu erweitern, zu integrieren und zu verbessern. Da die aktuellen Standards
fortwährend Gegenstand vielfältiger Diskussionen sind, war dieses doch relativ klare Ergebnis nicht unbedingt so zu erwarten. Volltext
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05.12.2006
Grundlagenforschung und Anwendung gehen Hand in Hand: Neue Erkenntnisse bei der Proteinbiosynthese eröffnen den Weg zu einer neuen Klasse von Antibiotika
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik haben einen neuen Faktor gefunden, der bei der Proteinbiosynthese in der Zelle eine essentielle Rolle spielt und gleichzeitig immenses Potential für die Entwicklung neuer Antibiotika birgt
Die Herstellung von Proteinen ist wohl der wichtigste Vorgang in einer Zelle. Die Bauanleitung en für diese Proteine sind in der
Erbinformation (DNA) einer jeden Zelle festgeschrieben. Zunächst werden Blaupausen der DNA in Form der Boten-Ribonukleinsäuren
(RNA) angelegt und anschließend in eine Kette von Aminosäuren, den Proteinbausteinen, übersetzt. In Proteinen reihen sich mehrere
Hundert oder Tausend Aminosäuren in einer bestimmten Reihenfolge aneinander. Zur Steuerung dieses Vorganges existieren in der
Zelle raffinierte Enzymkomplexe -- die Ribosomen. In Aufbau und Funktionsweise ist ein Ribosom mit einer Miniatur-Maschinerie
vergleichbar: Die Boten-RNA (mRNA) wird wie ein Fließband durch diese Maschine hindurchgeschleust (Abbildung 1). Dabei wird das
fadenförmige Botenmolekül Schritt für Schritt abgetastet und die genetische Information in die Aminosäure-Sequenz der Proteine
übersetzt: Für jeweils 3 Basen, den Basen-Tripletts oder sog. Codons, existiert ein passendes Adaptermolekül, eine Transfer-RNA
(tRNA), die eine bestimmte Aminosäure transportiert. Die Aminosäuren werden nacheinander zu einer Kette zusammengefügt und
ergeben schließlich ein neues Proteinmolekül. Dieser Vorgang wird als Translation bezeichnet. Volltext
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21.11.2006
Analyse des Seeigelgenoms abgeschlossen: Mensch und Seeigel haben mehr gemeinsam als bislang angenommen.
Internationales Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Institutes für molekulare Genetik in Berlin berichtet von der vollständigen Sequenzierung und Analyse des 800Mb großen Seeigelgenoms
Seeigel gehören zu den Deuterostomia (Neumündern), einer großen Gruppe von Tieren, zu denen auch der Menschen zählt. Die sog. Annotation, die Suche und Zuordnung der 23.500 Gene des Seeigelgenoms bestätigte nun, dass Seeigel uns evolutionär näher stehen als Fliegen und Würmer. In der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science (10. November 2006, Vol. 314, No. 5801) berichtet ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik über die vollständige Sequenzierung und Analyse des 800Mb großen Seeigelgenoms. Die Forscher haben herausgefunden, dass Seeigel genauso viele Gene im licht- und geruchssensorischen Bereich haben wie Vertebraten. Überraschend Erkenntnisse gab es vor allem im Bereich der Gene, die für die Immunabwehr zuständig sind. So wurden beim Seeigel Gene für Immunproteine gefunden, die zuvor nur bei Wirbeltieren vermutet wurden. Volltext
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02.11.2006
Neue Details zum molekularen Postversand in der Zelle
Forschungsverbund unter Beteiligung des MPI für molekulare Genetik gelingt neuer Einblick in die Synthese- und Sortiermaschinerie für spezielle Proteine
Wissenschaftlern des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, der LMU München und der Universität Heidelberg ist es gelungen, mit bislang unerreicht hoher Auflösung neue Details des komplexen biologischen Prozesses der Proteinsortierung in der Zelle darzustellen. Mit Hilfe von Kryo-Elektronenmikroskopie und Einzelpartikelanalyse konnten die Forscher erstmals im Detail sichtbar machen, wie Proteinketten beim Verlassen des Ribosoms von einem Signalerkennungsprotein erkannt werden. Dieser Vorgang läuft nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler bei Bakterien und höheren Organismen nach dem gleichen Mechanismus ab [Nature, 29. Oktober 2006, Advance Online Publication]. Volltext
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26.10.2006
Neue Einsicht in die Zellteilung
Berliner Max-Planck-Wissenschaftler legen molekularen Mechanismus offen, der die Verteilung der Chromosomen bei der Zellteilung kontrolliert
Bei der Teilung von Zellen sorgen Kontrollmechanismen dafür, dass das Erbmaterial, also die
Chromosomen, ohne Fehler auf die Tochterzellen verteilt wird. Forscher des Max-Planck-Instituts
für molekulare Genetik in Berlin haben jetzt die molekularen Grundlagen dieser Kontrollvorgänge
aufgeklärt. Danach sind die so genannten Checkpointkinasen, also jene Enzyme, die diese Kontrolle
ausführen, nicht nur, wie bisher angenommen, direkt mit den Chromosomen assoziiert. Sie wirken
vielmehr noch mit einer anderen Klasse von Proteinen zusammen, die am Aufbau der
Zellteilungsspindel beteiligt sind. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig, weil eine
Falschverteilung der Chromosomen zu Abnormalitäten und Krankheiten wie Krebs führen kann. Das neue
Verständnis dieses Vorgangs soll helfen, die molekularen Grundlagen der Krebsentwicklung besser zu
verstehen (Science, 27. Oktober 2006). Volltext
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24.09.2006
Struktur eines Ribosom-Antibiotikum-Komplexes aufgeklärt
Wissenschaftlerteam aus Berlin und Japan beschreibt Wirkmechanismus des Antibiotikums Kasugamycin durch Blockade der kleinen ribosomalen Untereinheit
Einem Team von Wissenschaftlern des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und des
RIKEN Instituts in Japan ist es gelungen, die Struktur der kleinen ribosomalen Untereinheit des
Bakteriums Thermus thermophilus mit dem daran gebundenen Antibiotikum Kasugamycin
aufzuklären. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Structural and Molecular Biology
beschreiben die Forscher, wie jeweils zwei Kasugamycin-Moleküle die mRNA-Bindungsstelle des
Ribosoms blockieren und dadurch die Initiation der Proteinbiosynthese verhindern. Die Erkenntnisse
der Wissenschaftler geben Aufschluß über grundlegende Wirkmechanismen von Medikamenten. Darüber
hinaus hoffen die Forscher, dass ihre Arbeit große Auswirkung auf die Entwicklung wirkungsvollerer
Antibiotika für Medizin und Landwirtschaft hat [Nat Struct Mol Biol. 2006 Sep 24]. Volltext
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04.09.2006
European research project looks for genetic basis of human disease
The European Commission has awarded 11 million Euro from the Framework 6 Programme to fund a research project that
will develop tools to allow scientists to use the rat as a model organism to understand better how genetic
variation can lead to disease in humans. The European Rat Tools for Functional Genomics (EURATools) project will
involve scientists from a consortium of 17 research institutes in Europe and China. Together they aim to develop
genomic tools and nuclear transfer procedures for use in research. The four-year project began in March 2006. Volltext
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23.08.2006
Struktur und Funktion eines dritten Hilfsfaktors für die Proteinsynthese von Pilzen aufgeklärt
Wissenschaftlerteam gelingen wichtige Einblicke in den Ablauf der Proteinsynthese von Pilzen
Die Herstellung von Proteinen ist eine der wichtigsten Funktionen lebender Organismen und erfolgt in allen
Zellen in vergleichbarer Weise. Eine Sonderrolle spielen jedoch die Pilze. Im Gegensatz zu anderen
Lebensformen benötigen sie für die Proteinsynthese einen zusätzlichen Hilfsfaktor, der bei keinem anderen
Organismus vorkommt. Wissenschaftlern der Charité Berlin, der Universität Aarhus, der Johnson Medical
School, New Jersey, der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Max-Planck-Instituts für molekulare
Genetik ist es jetzt gelungen, die molekulare Struktur dieses zusätzlichen Hilfsfaktors, des
Elongationsfaktors eEF3, aufzuklären. In der aktuellen online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature"
beschreiben sie darüber hinaus, in welcher Weise eEF3 bei der Herstellung von Proteinen mit dem Ribosom
interagiert. Ihre Ergebnisse sind von großer Bedeutung für das Verständnis der Unterschiede der
Proteinsynthese von Pilzen und anderen Orga-nismen und eröffnen den Weg für die Entwicklung einer neuen
Klasse von Wirkstoffen und Medikamenten gegen Pilze (Fungizide). [Andersen et al., Structure of eEF3 and the
mechanism of tRNA release from the E-site. Nature 2006, doi:10.1038/nature05126] Volltext
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20.07.2006
Erbgut neuartiger Methanproduzenten entschlüsselt
Max-Planck-Forscher enthüllen Überlebensstrategie jener Mikroorganismen, die weltweit für die Methan-Emission aus Reisfeldern verantwortlich sind
Etwa 10 bis 25 Prozent der weltweiten Methan-Emissionen kommt aus gefluteten Reisfeldern. Das Treibhausgas
wird von verschiedenen Gruppen von Mikroorganismen (methanogenen Archaea) produziert, für die Luftsauerstoff
lebensfeindlich ist. Im Wurzelraum der Reispflanzen wurden erst kürzlich die so genannten Rice Cluster I
(RC-I) Archaea als die Hauptproduzenten von Methan identifiziert. Die Mechanismen, die diesen Archaea einen
Wettbewerbsvorteil verleihen, blieben jedoch ungeklärt, weil auch keine Reinkultur verfügbar war.
Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für terrestrische Mikrobiologie in Marburg und für molekulare
Genetik in Berlin haben jetzt das vollständige Genom eines RC-I-Archaeons aus einer Methan produzierenden
mikrobiellen Mischkultur rekonstruiert. Aus der Genomsequenz leiteten die Forscher mehrere enzymatische
Mechanismen ab, welche bei methanogenen Archaea bisher unbekannt waren, und mit deren Hilfe es den
RC-I-Archaea gelingt, in Gegenwart von Sauerstoff zu überleben. Bei diesen Mechanismen handelt es sich um
eine spezifische Anpassung an den sauerstoffhaltigen Wurzelraum der Reispflanzen. Ihr Nachweis erklärt
jetzt, warum RC-I-Archaea an diesem Standort einen selektiven Überlebensvorteil haben (Science, 21. Juli
2006). Volltext
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21.06.2006
Krebsdiagnostik aus dem Computer
Mathematische Modelle können Therapie von Lymphknotenkrebs verbessern
Die genaue Abgrenzung unterschiedlicher Krebstypen ist von vitaler Bedeutung für die Auswahl geeigneter Therapien. Im Rahmen eines von der
Deutschen Krebshilfe geförderten Verbundprojektes ist einer Gruppe von Wissenschaftlern aus siebzehn verschiedenen Arbeitsgruppen, unter ihnen
Bioinformatiker des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, jetzt eine molekulare Abgrenzung des Burkitt-Lymphoms von dem
morphologisch verwandten diffus großzelligen B-Zell-Lymphom gelungen. Die Erkenntnisse der Forscher werden erheblich dazu beitragen, Diagnose
und Therapie des Burkitt-Lymphoms zu verbessern. [Hummel et al., A biologic definition of Burkitt's Lymphoma from transcriptional and genomic
profiling. N Engl J Med 354(23), 2419-2430, June 2006] Volltext
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18.05.2006
Stellungnahme des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie zur Kampagne gegen Tierversuche die am MPI für Neurobiologie durchgeführt werden
Stellungnahme des MPI für Neurobiologie
Volltext
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17.05.2006
Chromosom 3 des Menschen gibt seine Geheimnisse preis
Internationales Wissenschaftlerteam aus USA, China und Berlin entschlüsselt drittgrößtes Chromosom des Menschen
Bereits bei Veröffentlichung der Sequenz des menschlichen Genoms im Jahre 2001 wiesen die beteiligten Wissenschaftler darauf hin,
dass die eigentliche Arbeit jetzt erst begänne. Die Aufreihung der einzelnen Buchstaben (Sequenz) des menschlichen Erbmaterials
sei nur der Anfang, unverzichtbar zum Verständnis des Genoms sei die Aufklärung der Funktion der einzelnen Gene. Solch eine
Funktionsbeschreibung aller bekannten Gene des drittgrößten Chromosoms des Menschen haben jetzt Wissenschaftler des Berliner
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik gemeinsam mit Kollegen aus den USA und China veröffentlicht. In der renommierten
Fachzeitschrift Nature beschreiben die Forscher um Prof. Dr. Hans Lehrach die funktionelle Untersuchung des menschlichen
Chromosoms 3. [Muzny DM, et. al. The DNA sequence, annotation and analysis of human chromosome 3. Nature 440, 1194-1198] Volltext
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13.05.2006
Vom Konzert der Gene - Wer dirigiert die biologischen Abläufe im Organismus?
Lange Nacht der Wissenschaften 2006 am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Am 13. Mai 2006 findet in der Zeit von 17:00 bis 1:00 Uhr die sechste berlinweite Lange Nacht der Wissenschaften statt.
Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaften im MPI für molekulare Genetik.
Volltext
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05.05.2006
Schnappschüsse vom molekularen Postversand in der Zelle
Berliner Forschungsverbund gelingen wichtige Einblicke in die Synthese und Sortiermaschinerie für sekretorische und Membranproteine
Die meisten Proteine haben in einer Zelle einen ganz genauen Bestimmungsort, an dem sie ihre Funktion ausüben. Doch wie gelangen
sie dorthin? Wissenschaftlern der Charité Berlin, der Universität Heidelberg und des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare
Genetik ist es jetzt - mittels Kryo-Elektronenmikroskopie und Einzelpartikelanalyse - gelungen, die Struktur einer daran
beteiligten "molekularen Maschine" sichtbar zu machen. Diese besteht aus einem aktiven Ribosom sowie einem speziellen
Signalerkennungsprotein und dem zugehörigen Rezeptor. Die Strukturaufklärung zeigt nun, dass bei der Interaktion der drei
Proteine spezielle Bindestellen am Ribosom zugänglich werden, die ein Ankoppeln an einen weiteren Proteinkomplex ermöglichen, der
das Durchschleusen der neu produzierten Proteine durch die Membran übernimmt. Diese Einblicke helfen, die komplizierte Expression
und nachfolgende Sortierung von sekretorischen bzw. Membranproteinen in der Zelle besser zu verstehen (5. Mai 2006). Volltext
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10.04.2006
Glückshormon Serotonin hält die Leber gesund
Internationales Wissenschaftlerteam weist nach, dass Serotonin aus Blutplättchen für die Heilung von geschädigtem Lebergewebe unverzichtbar ist
Das Hormon Serotonin hat vielfältige Aufgaben im Organismus - es überträgt Signale im Gehirn und ist an der Regulation des
Blutdruckes beteiligt. Wird ein Blutgefäß verletzt, setzen die Blutplättchen Serotonin frei, um die Blutgerinnung zu
unterstützen. Ein interdisziplinäres Team von Chirurgen und Pathologen aus Zürich und Straßburg konnte zusammen mit
Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin
jetzt zeigen, dass Serotonin auch wesentlich zur Regeneration von verletztem Lebergewebe beiträgt. Die Forscher untersuchten die
Heilung von Leberzellen bei Mäusen, deren Blutplättchen kein Serotonin enthielten. Sie stellten fest, dass sich deren Leberzellen
wesentlich langsamer erholten als bei Tieren mit intakten Blutplättchen. Diese Befunde könnten helfen, Patienten mit Leberschäden
erfolgreicher zu therapieren (Science, 7. April 2006). Volltext
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07.03.2006
Berlin wird zur Zentrale eines europaweiten Systembiologie-Netzwerkes zur Bekämpfung von Krebs
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik koordiniert europäische Initiative zur Systembiologie komplexer Erkrankungen
Führende europäische Krebsforschungszentren und Bioinformatik-Gruppen wollen in den nächsten Jahren eine
Infrastruktur errichten, welche die systembiologische Darstellung und Untersuchung von Krebserkrankungen
ermöglicht. Das Projekt ESBIC-D (European Systems Biology Initiative for combating Complex Diseases)
wird vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (Prof. Dr. Hans Lehrach / Dr. Ralf Herwig)
koordiniert. Die europäische Kommission fördert das Netzwerk im Rahmen des sechsten
Forschungsrahmenprogramms mit insgesamt 350.000 Euro. Volltext
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01.11.2005
Wissenschaftler wollen Grenze zwischen Theorie und Praxis in der Systembiologie überwinden
Europäische Union fördert Exzellenznetzwerk ENFIN über fünf Jahre mit insgesamt 9 Millionen Euro
Noch immer trennt eine scharfe Linie die im Labor tätigen "nassen" Biologen von den theoretisch
arbeitenden Biologen und Bioinformatikern. Dies zu ändern ist Ziel des "Experimentellen Netzwerkes
für Funktionelle Integration" (ENFIN). Das europäische Exzellenznetzwerk vereint eine Reihe der
besten theoretischen und experimentell tätigen Wissenschaftler Europas. In nur fünf Jahren wollen sie
ein virtuelles Institut errichten, das die Methoden der Computational Systems Biology (rechnergestützten
Systembiologie) für Forscher und Experimentatoren aus Europa und der ganzen Welt zugänglich macht.
Insgesamt 20 Arbeitsgruppen aus 17 Einrichtungen in 13 Ländern, darunter auch Wissenschaftler des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, bilden das ENFIN-Netzwerk. Die europäische Union
unterstützt das Projekt fünf Jahre lang mit insgesamt neun Millionen Euro. Volltext
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13.10.2005
Neuer Forschungsverbund zur Stammzell-basierten Leberregeneration
Neue Methoden und Technologien für die Herstellung von Leberzellen aus Stammzellen sind Ziel eines neuen BMBF
geförderten Forschungsverbundes. Damit sollen Grundlagen für die Entwicklung stammzellbasierter
Lebertherapieverfahren geschaffen werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Programm
"Zellbasierte Regenerative Medizin" das Projekt zur Stammzell-basierten Leberregeneration unter Koordination von
Prof. Jörg Gerlach und Dr. Katrin Zeilinger in der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Volltext
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23.08.2005
Der Ursprung embryonaler Stammzellen
Berliner Wissenschaftler identifizieren Gene, die für erste Schritte in der Entwicklung des Menschen verantwortlich sind
Wissenschaftler knüpfen große Erwartungen an den Einsatz embryonaler Stammzellen. Ihre Handhabung und insbesondere eine
gezielte Differenzierung zu verschiedenen Zelltypen ist jedoch noch mit großen Schwierigkeiten verbunden. Forscher des
Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, der Universität Leeds in Großbritannien und der Cornell-Universität in
New York haben jetzt die ersten Gene identifiziert, welche die Steuerung der ersten unterschiedlichen Gewebearten beim
Menschen übernehmen. In der Zeitschrift Stem Cells beschreiben sie, dass insbesondere die Gene OCT4, NANOG und CDX2 für
Entstehung und Erhalt von innerer Zellmasse und Trophektoderm im Rahmen der Embryonalentwicklung verantwortlich sind. Ihre
Ergebnisse sind von großer Bedeutung für Entwicklung einer gezielten Zellproduktion aus embryonalen Stammzellen (Stem Cells
Express; doi:10.1634/stemcells. 2005-0113, epub ahead of print August 4, 2005). Volltext
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15.08.2005
Doping für Spermienzellen
Berliner Wissenschaftler identifizieren ein Gen, das die Beweglichkeit einzelner Spermien beeinflusst
Seit Gregor Mendel ist bekannt, dass heterozygote Organismen die unterschiedliche Ausprägung ihrer Gene mit gleicher
Häufigkeit auf die Nachkommen verteilen. Wissenschaftler vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik fanden jetzt
eine Ausnahme von dieser Regel. In der Fachzeitschrift Nature Genetics beschreiben sie eine Gruppe von Genen, die von
männlichen Tieren in mutierter Form zu 99% weitervererbt wird. Dabei zeigen die Forscher erstmalig die molekulare
Beschaffenheit eines sogenannten Distorter-Gens, dessen Genprodukte die Schwimmfähigkeit von Spermienzellen beeinflussen. Die
Wissenschaftler hoffen, mit Hilfe dieser Erkenntnisse gezielt das Geschlecht landwirtschaftlicher Nutztiere beeinflussen zu
können (Nature Genetics 2005; DOI 10.1038/ng1617, Epub ahead of print 2005 Aug 14). Volltext
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21.07.2005
Stress im Gehirn
Wissenschaftler vermuten Beteiligung der Stresshormon-Kaskade an der Entstehung des Rett-Syndroms
Das Rett-Syndrom, eine schwere Form der geistigen Behinderung, wird durch spontane Mutationen im MECP2-Gen ausgelöst.
Bislang ist nicht bekannt, welcher Mechanismus für die schweren Entwicklungsstörungen verantwortlich ist, unter denen die
Betroffenen leiden. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Universität Edinburgh ist es
jetzt gelungen, Zielgene von MECP2 im Mausmodell zu identifizieren. In der Fachzeitschrift Human Molecular Genetics
beschreiben sie, dass die Überaktivität der "Stresshormon-Kaskade" für einen Teil der Symptome des Rett-Syndroms
verantwortlich sein könnte. Dies könnte einen Weg für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze zur Behandlung des
Rett-Syndroms eröffnen. Volltext
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20.07.2005
Simulation von Lebensprozessen
Berliner Wissenschaftler präsentieren erstes umfassendes Modell einer "virtuellen Zelle"
Eine der spannendsten Forschungsrichtungen unserer Zeit ist die Systembiologie. Ihr Ziel ist es, eine Zelle oder ein Organ
mit allen seinen Reaktionen (z. B. Umweltanpassung, Alterung oder Immunabwehr) zu verstehen, mathematisch abzubilden und am
Computer zu simulieren. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg gelang jetzt einer Gruppe von Wissenschaftlern aus Berlin und
Göteborg. In der renommierten Fachzeitschrift Nature Biotechnology präsentieren sie das erste umfassende systembiologische
Modell zur Beschreibung der Reaktion von Hefezellen auf veränderte Außenbedingungen. Das Modell bezieht unterschiedliche
Prozesse wie Signalwege, Genexpression und Stoffwechselgeschehen, aber auch die Volumenveränderung der Zelle und die
Regulation des osmotischen Druckes mit ein. Durch die Verbindung von Modell und Laborexperimenten konnten die Forscher
zeigen, dass an komplexen Vorgängen in der Zelle sowohl biochemische als auch biophysikalische Prozesse beteiligt sind. Für
ein umfassendes Verständnis der zelluläre Regulation ist daher aus ihrer Sicht die Modellierung der unterschiedlichen Ebenen
von Zellabläufen unerlässlich. (Nature Biotechnology 2005, doi:10.1038/nbt1114, published online). Volltext
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08.07.2005
Promotionspreis der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erforschung der genetischen Ursachen von Hirnfunktionsstörungen
Die Genetikerin Dr. Sarah Althea Shoichet erhält den mit 2500 Euro dotierten Promotionspreis 2005 der Berliner
wissenschaftlichen Gesellschaft, der von der Technologiestiftung Berlin (TSB) sowie BioTOP Berlin-Brandenburg und TSBmedici
ausgestattet ist, für ihren Beitrag zur Aufklärung molekular-genetischer Grundlagen von erblichen Formen der geistigen
Behinderung. Volltext
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06.07.2005
Sieger im evolutionären Zweikampf
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik postulieren neues Maß für Darwin's "Fitness"
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin und der Universität Göttingen postulieren eine neue
Sichtweise für die Überlebenschancen von Arten. Mit Computersimulationen und empirischen Studien bestätigen sie die Theorie,
dass die Durchsetzungsfähigkeit einer Art vor allem von der Geschwindigkeit abhängt, mit der eine Population nach einer
Störung wieder zu ihrer ursprünglichen Größe zurückkehrt. Die Forscher hoffen, mit Hilfe dieses Modells genaue Vorhersagen
für die quantitative Entwicklung von Arten, von Bakterienstämmen bis hin zu großen Säugetieren, machen zu können (Proc. R.
Soc. B (2005) 272:741-749; Proc. R. Soc. B, doi: 10.1098/rspb. 2004.3032, published online). Volltext
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05.07.2005
Ausgezeichneter Nachwuchs
Nachwuchswissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik für ihre Arbeiten ausgezeichnet
Gleich drei Doktoranden des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik wurden in diesem Jahr für ihre Arbeiten
ausgezeichnet. Bereits im März erhielt Philipp Angenendt den Dieter-Rampacher-Preis 2004 für seine Dissertation "Studien zur
Optimierung und Anwendung von Protein-Arrays". Sarah Althea Shoichet wurde auf der diesjährigen Hauptversammlung der
Max-Planck-Gesellschaft für ihre Untersuchungen zur Aufklärung der molekularen Ursachen von erblichen Hirnfunktionsstörungen
mit der Otto-Hahn-Medaille geehrt. Auf dem Schloessmann-Seminar 2005 wurde Sebastian Haesler für seine Arbeit über den
Beitrag eines Gens (FoxP2) zur Entwicklungsregulation des Gesangslernen beim Zebrafinken mit einem Schloessmann-Preis in der
Kategorie Doktoranden ausgezeichnet. Sein Preis wurde mit dem Zusatz "Erster Preis" versehen. Volltext
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11.06.2005
Lange Nacht der Wissenschaften im MPI für molekulare Genetik
Am 11. Juni 2005 findet in der Zeit von 17:00 bis 1:00 Uhr die fünfte berlinweite Lange Nacht der Wissenschaften statt. Informationen zur Langen Nacht der Wissenschaften im MPI für molekulare Genetik.
Volltext
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29.04.2005
Baumeister des Lebens
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin erzielen wichtige Durchbrüche bei der Aufklärung der Struktur der Ribosomen
Gleich zwei wichtige Erfolge kann eine Gruppe von Wissenschaftlern am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
vermelden. Gemeinsam mit einer amerikanischen Partnergruppe konnten die Forscher unter der Leitung von Dr. Paola Fucini die
dreidimensionale Struktur einer wichtigen Bindungsstelle des Ribosoms einschließlich eines daran gebundenen Proteins
vorstellen. In der neuesten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Molecular Cell beschreiben sie die genaue Bindung der
hochkonservierten GTPase Era an die kleine Untereinheit des Ribosoms, wodurch die letzten Schritte bei der Zusammensetzung
der ribosomalen Untereinheiten für die Synthese von Proteinen aktiviert werden (Mol Cell 18:319-329, 2005).
Schon Anfang des Jahres gelang es den Wissenschaftlern, die dreidimensionale Struktur der großen Untereinheit des Ribosoms
mit daran gebundenem Ribosomen-Recycling-Faktor aufzuklären. Die inzwischen zum Patent eingereichte Struktur eröffnet den
Weg für die gezielte Entwicklung einer neuen Klasse von Antibiotika (EMBO J 24(2):251-60, 2005). Volltext
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05.04.2005
Ein Aktivitätsatlas für Pflanzengene
Ein Team von Wissenschaftlern aus drei Max-Planck-Instituten in Tübingen und Berlin hat eine detaillierte Aktivitätskarte
für fast alle Gene der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) vorgelegt. In der renommierten Fachzeitschrift Nature Genetics
beschreiben die Forscher die Aktivität fast aller Gene in verschiedenen Entwicklungsstadien der Pflanze und verschiedenen
Organen wie Blüte oder Wurzel. Sie fanden heraus, dass die Ackerschmalwand für ihre natürliche Entwicklung bereits mehr als
90% ihrer Gene benötigt. Für die Reaktion auf Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen oder Schädlingsbefall stehen ihr
somit weniger als 10% ihrer Gene zur Verfügung. (Nature Genetics Advance Online Publication, 3. April 2005,
doi:10.1038/ng1543). Volltext
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17.03.2005
Biologie und Evolution des gemeinsamen Geschlechtschromosoms von Frau und Mann
Umfassende Sequenzanalyse des menschlichen X Chromosoms publiziert
Gemeinsam mit drei der weltgrößten Genomzentren in GB und den USA haben vier deutsche Gruppen vom Leibniz-Institut für Molekulare Biotechnologie (IMB, Jena), dem Max-Planck-Institut für molekulare Genetik (MPIMG, Berlin-Dahlem), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU, München) und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ, Heidelberg) ihr Ziel nach mehr als 12 Jahren intensiver Forschungsarbeit erreicht. Sie veröffentlichen am 17. März in der renommierten internationalen Fachzeitschrift NATURE ihre umfassende Analyse der fertiggestellten DNA-Sequenz des menschlichen X-Chromosoms. Volltext
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10.03.2005
New Book: Systems Biology in Practice
"Concepts, Implementation and Application" by Klipp, Edda / Herwig, Ralf / Kowald, Axel / Wierling, Christoph / Lehrach, Hans
Presenting the main concepts, this book leads students as well as advanced
researchers from different disciplines to an understanding of current ideas in
the complex field of comprehensive experimental investigation of biological
objects, analysis of data, development of models, simulation, and hypothesis
generation.
Volltext
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01.03.2005
Warum sind Stammzellen so "allmächtig"?
Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin erhalten Genehmigung zur Untersuchung humaner embryonaler Stammzellen
Embryonale Stammzellen sind für die Wissenschaft deshalb so interessant, weil sie die Fähigkeit besitzen, sich zu gänzlich
unterschiedlichen Zelltypen zu entwickeln. Diese Eigenschaft wird als Pluripotenz bezeichnet. Im Laufe der Entwicklung des
Organismus werden die Zellen z.B. zu Nerven-, Muskel- oder Knorpelzellen und verlieren damit die Eigenschaft der Pluripotenz.
Was aber verleiht den embryonalen Stammzellen diese besondere Eigenschaft? Dieser Frage wollen Forscher des Max-Planck-Institutes
für molekulare Genetik in Berlin auf den Grund gehen. Nachdem ihnen nun vom Robert-Koch-Institut die Genehmigung für die
Forschungsarbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen erteilt worden ist, wollen sie die genetische Grundlage der Pluripotenz
aufklären. Volltext
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17.02.2005
Europäisches Bioinformatik-Netzwerk erhält 8 Millionen Euro zur Bereitstellung biologischer Daten
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik am Exzellenznetzwerk EMBRACE beteiligt
Der Zugang zu biologisch-medizinischen Daten ist unbedingte Voraussetzung und zugleich eine der größten Herausforderungen für die modernen Lebenswissenschaften. Die Europäische Union stellt einer Gruppe von europäischen Bioinformatikern jetzt insgesamt 8,3 Millionen Euro zur Verfügung, um das in Europa in unterschiedlichen Datenbanken gesammelte Wissen zu standardisieren und auf einfachem Weg für die wissenschaftliche Fachwelt verfügbar zu machen. Unter Leitung von Graham Cameron vom European Bioinformatics Institute (EBI) in Cambridge beteiligen sich an dem Exzellenznetzwerk EMBRACE Wissenschaftler aus insgesamt 17 Forschungseinrichtungen in 11 Ländern, unter ihnen auch Ralf Herwig vom Berliner Max Planck Institut für molekulare Genetik. Volltext
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08.12.2004
Berliner Wissenschaftler erhält Karl Heinz Beckurts-Preis 2004
Für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Genomforschung erhält der Berliner Wissenschaftler Professor Dr. Hans Lehrach den Karl Heinz Beckurts-Preis 2004. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihm am 10. Dezember 2004 von dem Vorsitzenden der Karl Heinz Beckurts-Stiftung, Professor Dr. Manfred Popp, in München überreicht werden.
Volltext
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20.10.2004
Das menschliche Genom in bisher höchster Präzision
Genaue Entschlüsselung der Gen-Reichen Sequenzen des Humangenoms legt solides Fundament für künftige biomedizinische Forschung
Nach einer ersten Rohfassung des menschlichen Genoms im Februar 2001 haben die
20 am Humangenom-Projekt beteiligten Forschungszentren aus sechs Ländern
jetzt eine hochgenaue Version des menschlichen Erbguts in der Fachzeitschrift
"Nature" veröffentlicht (Nature, 21. Oktober 2004). Diese zeigt
beispielsweise, dass der Mensch nur über etwa 20.000 bis 25.000 und nicht
30.000 bis 40.000 Protein-kodierende Gene verfügt. An der Analyse
beteiligt waren auch die Mitglieder des Deutschen Genomischen
Sequenzanalyse-Konsortiums, die seit 1996 im Deutschen Humangenomprojekt (DHGP)
und seit 2001 im Nationalen Genomforschungsnetz NGFN
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert
werden. Anhand der nun vorliegenden nahezu vollständigen Sequenz
können in Zukunft genetische Veränderungen, die komplexen
Erkrankungen wie Krebs, Bluthochdruck, chroni-schen Entzündungen und
Fettsucht zugrunde liegen, mit hoher Sicherheit identifiziert werden.
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15.09.2004
Israelischer Wissenschaftsminister Ilan Shalgi besucht Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Der israelische Wissenschaftsminister, Herr Ilan Shalgi, hat am Montag, dem 13.September 2004, das Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin-Dahlem besucht.
Er sprach mit den vier Direktoren, Prof. Dr. Bernhard Herrmann, Prof.
Dr. Hans Lehrach, Prof. Dr. H.-Hilger Ropers und Prof. Dr. Martin Vingron, über
das Forschungskonzept des Instituts und die Arbeit der Max-Planck-Gesellschaft.
Zudem informierte er sich über aktuelle Kooperationen des MPI für molekulare
Genetik mit israelischen Partnern. Anschliessend besichtigte der Minister
verschiedene Forschungslabore, wo ihm Mitarbeiter des Instituts die Grundlagen
der Genomforschung sowie neueste Entwicklungen, insbesondere auf dem Gebiet der
Hochdurchsatz-Technologien demonstrierten.
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12.07.2004
Unverzichtbare Rolle der dritten tRNA-Bindungsstelle des Ribosoms für fehlerfreie Übersetzung der Erbinformation nachgewiesen
Max-Planck-Forscher klären universellen Mechanismus für die Übersetzung der genetischen Information auf
Die Bildung von Proteinen am Ribosom als Ergebnis der exakten Übersetzung genetischer Information in eine definierte Kette von Aminosäuren ist eine der großartigsten Leistungen des Organismus. Ohne das strikte Einhalten des Lese-/Übersetzungsrasters von jeweils drei Basen in eine dadurch definierte Aminosäure ist die genetische Information jedoch wertlos. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin konnten jetzt zeigen, dass die dritte tRNA-Bindungsstelle am Ribosom die Einhaltung des Leserasters der mRNA bei der Proteinbiosynthese kontrolliert. In der Fachzeitschrift Cell beschreiben sie die Funktion dieser dritten, bislang in ihrer Rolle umstrittenen tRNA-Bindungsstelle, deren Vorhandensein sie bereits 1980 nachgewiesen hatten [Cell 118: 45-55, 2004].
Volltext
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05.07.2004
Vom Schicksal der Gehirnstammzellen
Max-Planck-Forscher beschreiben erstmals dynamische Aktivitätsänderungen zahlreicher Gene während der Differenzierung neuraler Vorläuferzellen
In bestimmten Gehirnregionen erwachsener Säugetiere finden sich Stammzellen, die
sich zeitlebens zu neuen Nervenzellen entwickeln können. Die molekularen
Mechanismen, welche für die Erhaltung eines unreifen Vorläuferzellstadiums im
erwachsenen (adulten) Organismus und den Übergang unreifer in spezialisierte
Zellen sorgen, sind weitgehend unverstanden. Wissenschaftlern des
Max-Planck-Instituts für Öffentlichkeitsarbeit molekulare Genetik in Berlin ist
es jetzt gelungen, Gene zu identifizieren, deren Aktivität sich im Verlauf
dieses Differenzierungsprozesses ändert. In Vorläuferzellen aus der
Subventrikularzone des Mäusehirns haben sie mithilfe von DNA-Microarrays die
Aktivität tausender Gene zu verschiedenen Zeitpunkten der Differenzierung
bestimmt. Dabei fandensie neue Kandidatengene, die wahrscheinlich bei der
Erhaltung, Differenzierung und Wanderung der Zellen eine Rolle spielen. Ihre
Ergebnisse wurden gerade in der aktuellen Ausgabe der renommierten
Fachzeitschrift "The Journal of Neuroscience" veröffentlicht (Journal of
Neuroscience, 30. Juni 2004).
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22.06.2004
Max-Planck-Forschungspreis an Martin Vingron
Bioinformatiker erhält die mit 750.000 Euro dotierte Auszeichnung
Die beiden Bioinformatiker Prof. Martin Vingron und Prof. Eugene W. Myers werden
mit dem diesjährigen Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet, der gemeinsam von
der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft verliehen
wird. Martin Vingron (42) ist Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare
Genetik in Berlin und lehrt zugleich im Rahmen einer Honorarprofessur
Bioinformatik an der Freien Universität Berlin. Sein Kollege Eugene W. Myers
(50) ist Professor für Informatik und Molekularbiologie an der University of
California in Berkeley/USA. Das Ziel dieser mit jeweils 750.000 Euro dotierten
Auszeichnung ist es, die gemeinsame Spitzenforschung von deutschen und
ausländischen Wissenschaftlern zu fördern. Der Preis soll den Forschen
ermöglichen, internationale Kooperationen flexibel aufnehmen, vertiefen oder
erweitern zu können.
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08.06.2004
Das UltraStrukturNetzwerk: Wie molekulare Maschinen funktionieren
Neuer wissenschaftlicher Projektverbund in Berlin eröffnet
Proteine sind die Grundbausteine aller Lebewesen. Doch wie funktionieren sie im
Körper? Die bisherigen Erkenntnisse aus der Genomforschung geben uns Hinweise
darauf, dass die meisten Proteine nur im Verbund mit anderen als sog.
molekulare Maschinen ihre eigentlichen Funktionen ausüben können, jedoch ist
bisher für die meisten molekularen Maschinen noch nicht bekannt, welche
Partner wie zusammenarbeiten müssen, damit die jeweiligen Körperfunktionen
reibungslos ablaufen können. Ein neuer Projektverbund, das UltraStrukturNetzwerk
(USN), hat es sich zum Ziel gesetzt, genau diese Proteinkomplexe eingehend zu
untersuchen.Unterstützt durch Europäische Fördermittel (EFRE) und die Berliner
Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur wurde das Großprojekt
[mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 8 Mio EUR durch das MPI für Molekulare
Genetik in Kooperation mit der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum für
Molkulare Medizin (MDC) Berlin-Buch initiiert. Der Verbund wird getragen von
über 15 Arbeitsgruppen unterschiedlicher Institutionen aus Berlin (u.a. FU, TU,
HU, FMP) und Brandenburg (Universität Potsdam, MPI für Molekulare
Pflanzenphysiologie) und stellt für diese eine einzigartige Infrastruktur zur
Untersuchung von Proteinkomplexen im Hochdurchsatzverfahren dar. Zielsetzung ist
die Analyse von supramolekularen Strukturen, den molekularen Maschinen im
Hochdurchsatz-Verfahren mittels hochmoderner Untersuchungsmethoden wie
Massenspektrometrie (MS) und Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM). Die
Einrichtung des UltraStrukturNetzwerkes bedeutet eine einzigartige Ergänzung der
bereits vorhandenen regionalen Expertise im Bereich NMR-Spektroskopie und
Proteinkristallographie.
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07.06.2004
Wenn Knochen zu sehr wachsen
Max-Planck-Forscher klären mögliche molekulare Ursache für die Ausbildung einer seltenen Knochenerkrankung auf
"Multiple kartilaginäre Exostosen" (engl. Heredity Multiple Exostoses, HME) - hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich eine seltene, erbliche Störung des Knochenwachstums. Etwa einer von 50.000 Menschen ist betroffen; gutartige Knochentumore (Exostosen), die vor allem an Knie, Ellbogen, Rippen oder Händen auftreten, sind die Folge. Je nach Größe, Lage und Anzahl der Exostosen sind die Auswirkungen unterschiedlich, in schweren Fällen ist eine chirurgische Entfernung unvermeidlich. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin ist es jetzt gelungen, eine der mole-kularen Ursachen für die Ausbildung der Exostosen aufzuklären. Ihre Ergebnisse werden im Juni in der renommierten Fachzeitschrift "Developmental Cell" [Vol. 6, 1-20, Juni 2004] veröffentlicht.
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26.05.2004
Was den Menschen ausmacht
Internationales Forscherkonsortium entschlüsselt genomische Sequenz des Schimpansenchromosoms 22, das Gegenstück zum menschlichen Chromosom 21
Die vollständige Entschlüsselung der genomischen Sequenz des Chimpansen-Chromosoms 22 und dessen genaue Analyse ist dem "International Chimpanzee Chromosome 22 Consortium", einem Team von Wissenschaftlern aus Deutschland, China, Japan, Korea und Taiwan, gelungen. Die Ergebnisse werden diesen Donnerstag in dem renommierten Wissenschaftsjournal Nature veröffentlicht. Auffällig an dieser Leistung ist die hohe Genauigkeit, mit der die Sequenz entziffert werden konnte. Die insgesamt 33,3 Megabasen wurden mit einer Exaktheit von 99,998 Prozent sequenziert. Dieses Chromosom ist besonders interessant, weil es das Gegenstück zum Chromosom 21 des Menschen, das bestuntersuchte Chromosom überhaupt, darstellt, auf dem schon eine Reihe von Krankheitsgenen identifiziert wurden. Die dreifache Kopie des Chromosoms 21 ist für die Ausprägung des sog. Down Syndroms verantwortlich. Beim Chromosom 22 des Schimpansen konnten die Forscher jetzt eine Reihe wichtiger Genorte identifizieren, die neben dem Down Syndrom, für weitere Krankheiten wie Alzheimer, Epilepsie oder akute Leukämie verantwortlich gemacht werden (Nature, 27. Mai 2004).
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06.05.2004
Max-Planck-Forschungspreis 2004 an Martin Vingron und Eugene W. Myers
Max-Planck-Gesellschaft und Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben hochdotierten Preis für internationale Kooperation
Prof. Martin Vingron, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik, Berlin, und Prof. Eugene W. Myers, University of California, Berkeley, USA, sind die beiden Preisträger des ab diesem Jahr mit jeweils 750.000 Euro dotierten Max-Planck-Forschungspreises, der 2004 im Fachgebiet "Bioinformatik" vergeben wird. Das Ziel dieser hohen, gemeinsam von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft verliehenen Auszeichnung ist es, die gemeinsame Spitzenforschung von deutschen und ausländischen Wissenschaftlern zu fördern. Der Preis soll es den Forschern ermöglichen, internationale Kooperationen flexibel aufnehmen, vertiefen oder erweitern zu können. Vom Max-Planck-Forschungspreis gehen zudem erhebliche Signalwirkungen für die weitere Förderung und Strukturbildung in der jeweils ausgezeichneten Fachdisziplin aus.
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29.04.2004
Lange Nacht der Wissenschaften im MPI für molekulare Genetik
Am 12. Juni 2004 findet in der Zeit von 17:00 - 1:00 Uhr die vierte berlinweite Lange Nacht der Wissenschaften statt.
Zur Langen Nacht der Wissenschaften 2004 öffnet das Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erneut seine Türen und lädt Sie ein, seine Labore zu besuchen und sich bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den Stand der Genomforschung in Deutschland und die aktuellen Forschungsprojekte des Instituts zu informieren. Lernen Sie die Roboter und Modellorganismen kennen, die heute zu den wichtigsten Helfern der Genomforschung gehören. Mit ihrer Hilfe entstehen Kenntnisse, die die moderne Medizin revolutionieren könnten. Aber sind die Erbanlagen von Modellorganismen wie Würmern oder Fliegen wirklich mit denen des Menschen vergleichbar? Wie können uns "geistlose" Roboter bei der Suche nach neuem Wissen behilflich sein? Am 12. Juni 2004 stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik bereit, um Sie auf Ihrer Reise in die Welt der Genomforschung zu begleiten und Ihre Eindrücke und Fragen mit Ihnen zu diskutieren.
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31.03.2004
Geschwätzige Zebrafinken
Berliner Max-Planck-Wissenschaftler und ihre amerikanischen Kollegen weisen "Sprach-Gen" bei Singvögeln nach
Mutationen im so genannten FOXP2 Gen führen bei Menschen zu einem spezifischen Sprachproblem, insbesondere bei der Artikulation und dem Sprachverständnis. Offensichtlich besitzt dieses Gen eine zentrale Funktion bei der Entwicklung der Sprachfähigkeit. Neurobiologen konnten nun zeigen, dass auch beim Gesangslernen von Vögeln FoxP2 eine Schlüsselrolle spielt. Die Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und von der Duke University, USA, entdeckten eine nahezu identische Version dieses Gens und konnten anschließend das entsprechende Protein in genau jenen Hirnregionen nachweisen, die maßgeblich am Gesangslernen beteiligt sind. Die Ergebnisse wurden in der Ausgabe vom 31. März 2004 des Journal of Neuroscience veröffentlicht.
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23.01.2004
Center For Functional Genomics (CFFG) in Berlin-Brandenburg gegründet
Zentrum für Funktionelle Genomforschung
Im Rahmen eines Symposiums ist am 13. Januar 2004 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin-Mitte das neue Zentrum für funktionelle Genomforschung Berlin-Brandenburg der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Ziel dieses neuen Verbundes aus Forschung und Industrie im Life Science Bereich ist es, die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der funktionellen Genomforschung für die Region Berlin-Brandenburg zu bündeln und zu stärken. Das CFFG soll Nukleus des Austausches zwischen den Wissenschaftlern sein sowie nationale und internationale Kooperationen in Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen.
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06.01.2004
Warum Blutplättchen zusammenklumpen
Berliner Wissenschaftler klären Mechanismus auf
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Molekulare Genetik (MPIMG) in Berlin, der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben jetzt die Ursache dafür gefunden, weshalb Blutplättchen (Thrombozyten) zusammenklumpen und sich an geschädigte Blutgefäßwände heften. Dieser Mechanismus ist für die Blutstillung lebensnotwendig, kann aber auch zu lebensgefährlichen Blutgerinnseln (Thromben) mit der Folge von Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass bei diesem Prozess Serotonin eine Rolle spielt, unklar war bisher aber wie.
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18.12.2003
Kein Treibhausgas aus dem Meeresboden
Forscherteam aus drei Max-Planck-Instituten identifiziert ungewöhnliches Enzym in Nickel-Bakterien, dass das Klimagas Methan im Meeresboden entsorgt
Methan ist wie Kohlendioxid ein Treibhausgas. Es entsteht im
Meeresboden in riesigen Mengen beim Verwesen organischen Materials
und könnte als Gas in die Atmosphäre aufsteigen. Erst kürzlich hat man
entdeckt, dass eine natürliche Barriere aus Mikroorganismen dies
verhindert. Bei der Entschlüsselung dieses komplexen Prozesses der
Methan-Entsorgung ist man jetzt eine großen Schritt weiter gekommen:
Max-Planck-Forschern aus Marburg, Berlin und Bremen ist es gelungen,
jenen Biokatalysator zu identifizieren und zu isolieren, der das Kunststück
fertig bringt, das eigentlich chemisch träge Methan im Meer bei
Normaltemperaturen und ohne Sauerstoff unschädlich zu machen
(Nature, 18./25. Dezember 2003).
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24.10.2003
Wissenschaft und Kultur sollen für alle Internet-Nutzer zugänglich werden
Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" unterzeichnet
Gemeinsam mit den Repräsentanten der großen deutschen und internationalen Wissenschaftsorganisationen hat Prof. Peter Gruss, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, am Mittwoch, den 22. Oktober, die "Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen" (Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities) unterzeichnet. Vorausgegangen war eine dreitägige Konferenz im Berlin-Dahlemer Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft. Dabei diskutierten international führende Experten über neue Zugangsmöglichkeiten zu wissenschaftlichem Wissen und kulturellem Erbe durch das Internet.
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08.07.2003
Überlebenskünstler im Meer
Deutsches Forscherteam entschlüsselt komplette Genomsequenz eines Meeresbakteriums und gewinnt überraschende Einblicke in die Lebensweise im Ökosystem Meer
Bakterien sind zwar so klein, dass sie nur mit dem Mikroskop zu entdecken sind, doch sie spielen in den globalen Stoffkreisläufen der Erde eine große Rolle. Erkennen kann man das auch daran, dass bis zu einer Milliarde von ihnen in nur einem Liter Meereswasser leben. Für eines dieser Kleinstlebewesen mit dem ungewöhnlichen Namen Pirellula (kleine Birne) hat jetzt ein Forscherteam der Max-Planck-Institute für Marine Mikrobiologie, Bremen, und für Molekulare Genetik, Berlin, sowie der Technischen Universität München und der Universität Kiel die komplette Genomsequenz entschlüsselt. Damit ist es jetzt möglich, nicht nur einen Blick auf seinen gesamten Bauplan zu werfen, sondern auch die Funktion unzähliger Enzyme und ihr Zusammenspiel ? den Stoffwechsel ? vorherzusagen. Dies erlaubt den Meeresbiologen neuartige Einblicke in die Lebensweise von Bakterien im Meer. Erreicht wurde dies im Rahmen des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojektes REGX (Real Environmental Genomix).
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24.05.2003
Gen-Chip Analyse zeigt genetische Muster bei angeborenen Herzfehlern
Forscher am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin konnten neue Erkenntnisse zur Aufklärung von erblichen Herzleiden gewinnen.
In der Ausgabe vom 20. Mai 2003 der Zeitschrift "Circulation: Journal of the American Heart Association" beschreiben die Wissenschaftler aus der Abteilung von Prof. Hans Lehrach eine erste genomweite Studie über die Genexpression bei verschiedenen Erkrankungen des menschlichen Herzen d.h. es wurde analysiert, welche Gene bei den Herzerkrankungen aktiv sind.
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23.05.2003
Lange Nacht der Wissenschaften im MPI für molekulare Genetik
Am 14. Juni 2003 findet in der Zeit von 17:00 - 1:00 Uhr die dritte berlinweite Lange Nacht der Wissenschaften statt.
In diesem Rahmen möchten wir Sie einladen, eines der renommiertesten Genomforschungsinstitute Deutschlands kennen zu lernen. Wir erwarten Sie mit einer Mischung von Vorträgen, Experimenten und Laborführungen, die es Ihnen ermöglichen, sich ein eigenes Bild über den Stand und die Leistungsfähigkeit der modernen Genomforschung zu machen.
Wir würden uns freuen, Sie zur Langen Nacht der Wissenschaften bei uns in Dahlem begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen informative, anregende und spannende Stunden.
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04.12.2002
Über die Maus zum Down-Syndrom: Welche Gene stecken dahinter?
Max-Planck-Forscher veröffentlichen Gen-Atlas des Chromosoms 21 und schaffen damit die Voraussetzung, um die genetischen Ursachen des Down-Syndroms zu ergründen
Das Chromosom 21 steht in direktem Zusammenhang mit einer der häufigsten genetischen Erkrankungen, der Trisomie 21, auch "Down-Syndrom" genannt: Sind in den Körperzellen drei statt der üblichen zwei Kopien des Chromosoms 21 vorhanden, tritt bei den betroffenen Kindern eine stark verzögerte körperliche und geistige Entwicklung ein. Diese Erkrankung trifft eines von etwa 700 Neugeborenen. Welche der ungefähr 200 bis 250 Gene auf dem Chromosom 21 für die Symptome des Down-Syndroms verantwortlich sind, ist nach wie vor unklar. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für experimentelle Endokrinologie (Hannover), für molekulare Genetik (Berlin) und für Immunbiologie (Freiburg) haben jetzt – nach Untersuchungen an dem Modellorganismus Maus – detaillierte Karten vorgelegt, die die Aktivitätsmuster der Gene auf dem menschlichen Chromosom 21 beschreiben (Nature, 5. Dezember 2002). Die Ergebnisse, die in enger Kooperation mit Forschern aus Frankreich, Italien, der Schweiz und den USA entstanden sind, geben den Wissenschaftlern quasi einen "Atlas" an die Hand, der es ermöglicht, die genetischen Ursachen dieser und weiterer an das Chromosom 21 gebundener Krankheiten aufzudecken.
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01.10.2002
Wenn Knochen nicht mehr wachsen
Max-Planck-Forscher entschlüsseln Regulierung der Knochenentwicklung und eröffnen damit neue Therapiemöglichkeiten für skelettären Kleinwuchs (Achondroplasie).
Achondroplasie ist die häufigste Form des skelettären Kleinwuchses beim Menschen: im Verhältnis zum Rumpf sind bei Achondroplasie-Patienten besonders die Arme und Beine stark verkürzt. Dem liegt eine genetische Mutation zugrunde. Sie führt zur Aktivierung eines Signalweges für eine Gruppe von Wachstumsfaktoren, den so genannten "Fibroblast Growth Factors" (FGF). Dadurch wird die Teilung und Differenzierung von Knorpel- sowie Knochenzellen vor allem in den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen stark gestört. Am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin ist es Wissenschaftlern der Arbeitsgruppe von Andrea Vortkamp jetzt gelungen, das für diesen Signalweg verantwortliche übergeordnete Kontrollsystem aufzudecken und damit einen neuen Ansatz für eine gezielte Therapie aufzuzeigen. ( Developmental Cell , 13. September 2002).
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16.06.2002
Was ist eigentlich Genomforschung
Lange Nacht der Wissenschaften am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Am 15. Juni 2002 fand in Berlin die 2. Lange Nacht der Wissenschaften statt. Mit grossem Erfolg beteiligte sich erstmalig auch das Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik mit einer Vielzahl von Laborführungen, Besucherexperimenten und Vorträgen an dieser Veranstaltung.
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13.06.2002
Wechsel im Präsidium der Max-Planck-Gesellschaft.
Auf seiner Sitzung am 13. Juni 2002 anlässlich der 53. Jahresversammlung in Halle/Saale hat der Senat der Max-Planck-Gesellschaft für die Amtszeit vom 15. Juni 2002 bis zur Max-Planck-Jahresversammlung 2008 drei neue Vizepräsidenten gewählt
Für die biologisch-medzinische Sektion Prof. Herbert Jäckle, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen, für die chemisch-physikalisch-technische Sektion Prof. Kurt Mehlhorn, Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken, und für die geisteswissenschaftliche Sektion Prof. Rüdiger Wolfrum, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländische öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg. Die Amtszeit des vierten Vizepräsidenten, Prof. Günter Stock, Mitglied des Vorstands der Schering AG, Berlin, endet als Mitglied des Senats erst bei der Hauptversammlung des Jahres 2005.
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