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19.12.2008
Was macht uns alt?
Wissenschaftler des MPI für molekulare Genetik liefern Modell der molekularen Grundlage des Alterns
Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin ist es gelungen, durch die Untersuchung
altersbedingter Veränderungen der Genaktivität von Mäusen eine Erklärung für die Ursache des Alterns zu liefern. In der
Fachzeitschrift Biogerontology erläutern die Forscher, dass die Alterung eines Organismus davon abhängt, wie stabil sein
Stoffwechsel ist. Die Wissenschaftler stellen ein Modell vor, welches die molekularen Mechanismen der Alterung beschreibt und
in der Lage ist, individuelle und artspezifische Unterschiede der Lebenserwartung zu erklären (Brink et al., Biogerontology
2008, DOI 10.1007/s10522-008-9197-8). Volltext
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15.12.2008
Wie viele Finger hat die Hand?
Berliner Wissenschaftler beschreiben molekularen Mechanismus der Entstehung der Vielfingrigkeit
Hände schütteln, Händchenhalten, Handauflegen - für viele kulturelle Verhaltensweisen und Ausdrucksformen ist die Hand
unerläßlich. Wie diese aussehen muss, ist auch jedem klar. Schon kleine Kinder wissen, dass fünf Finger das Wichtigste einer
jeden Hand sind. In einigen Fällen können jedoch sechs oder mehr Finger vorkommen. Einzelne Finger können nach ihrer
Entstehung wieder miteinander verwachsen, Mediziner sprechen in diesen Fällen von Synpolydaktylien. Forschern des Berliner
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es jetzt gelungen, die
molekularen Mechanismen bei der Entstehung solcher Synpolydaktylien aufzuklären. In der renommierten Fachzeitschrift
"Journal of Clinical Investigation" beschreiben die Wissenschaftler um Stefan Mundlos, dass die zusätzlichen Finger durch
unkontrollierte Knorpelbildung entstehen, die durch einen Mangel an Retinsäure in den betreffenden Regionen der
Extremitätenknospe hervorgerufen wird. (Kuss et al., J. Clin. Invest. 119(1), 2009, doi: 10.1172/JCI36851, advance online
publication December 15, 2008) Volltext
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09.11.2008
Von Geburt an alt
Berliner Wissenschaftler identifizieren eine Ursache für vorzeitige Alterung
Schlaffe, faltige Haut und brüchige Knochen - jeder kennt diese typischen Merkmale alter Menschen. In sehr seltenen Fällen
können Alterungsprozesse bereits gleich nach der Geburt einsetzen. Unter "Progerie" (wörtlich: "frühes Alter") fassen
Mediziner eine Reihe von Krankheiten zusammen, die bereits bei Kleinkindern zur Vergreisung führen. Wissenschaftlern des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Charité-Universitätsmedizin Berlin ist es jetzt gemeinsam mit Kollegen
aus Köln, Münster, Chemnitz, München, Italien, den USA, Oman, Großbritannien und der Schweiz gelungen, die genetische
Ursache einer solchen Progerie-Erkrankung aufzuklären. In der aktuellen online-Ausgabe der Zeitschrift "Nature Genetics"
beschreiben Stefan Mundlos und seine Mitarbeiter, dass die Krankheit Gerodermia osteodysplastica durch Mutationen des
SCYL1BP1-Gens verursacht wird. Dies führt zu einem Funktionsverlust des im Golgi-Apparat lokalisierten SCYL1BP1-Proteins,
welches am Transport von Proteinen aus der Zelle beteiligt ist. [H.C. Hennies, U. Kornak et al.: Gerodermia osteodysplastica
is caused by mutations in SCYL1BP1, a Rab-6-interacting golgin. Nature Genetics, Advance Online Publication, 9.11.2008, DOI
10.1038/ng.252] Volltext
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24.10.2008
MPI für molekulare Genetik ist deutscher Partner des 1000 Genome-Projekts
Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Beteiligung der Berliner Wissenschaftler mit insgesamt 4,9 Millionen Euro
99% der Gene sind bei allen Menschen identisch. Nur 1% des gesamten Erbmaterials variiert zwischen verschiedenen Personen.
Wissenschaftler interessieren sich jedoch vor allem für die Unterschiede, da diese nach unserem bisherigen Wissen für die
individuelle Empfänglichkeit gegenüber Krankheiten, Medikamenten und Umwelteinflüssen verantwortlich sind. Die Erstellung
einer genauen Karte solcher Unterschiede im Erbmaterial verschiedener Individuen ist Ziel des internationalen 1000
Genome-Projekts, das im Januar 2008 gestartet wurde. Im August dieses Jahres wurde das Max-Planck-Institut für molekulare
Genetik aus Berlin als neunter und bisher letzter Partner in das internationale Konsortium aufgenommen. Heute konnte die
Datenproduktion der Pilotphase des Projektes erfolgreich abgeschlossen werden. Ermöglicht wurde dies durch Unterstützung des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welches die Beteiligung der Berliner Forscher an dem internationalen
Großprojekt im Rahmen des Programms "Integrierte Verbünde der medizinischen Genomforschung NGFN-Plus" mit insgesamt 4,9
Millionen Euro fördert. Volltext
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11.09.2008
Erwin-Schrödinger-Preis geht nach Berlin
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält Erwin-Schrödinger-Preis 2008
Dr. Ulrich Stelzl, Selbständiger Nachwuchsgruppenleiter am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
(MPIMG), ist Träger des Erwin-Schrödinger-Preises 2008. Der Wissenschaftler erhält die mit 50.000 Euro dotierte
Auszeichnung zu gleichen Teilen mit vier weiteren Wissenschaftlern des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin
(MDC) Berlin-Buch, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Die
Preisverleihung findet im Rahmen der Helmholtz-Jahrestagung 2008 in Berlin statt. Volltext
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05.09.2008
Epigenetik bestimmt Entwicklung und Funktion von Herz- und Skelettmuskeln
Berliner Wissenschaftler beschreiben neuartigen Transkriptionsfaktor, der die Entwicklung von Herz- und Skelettmuskeln steuert
Raupe und Schmetterling - zwei völlig unterschiedliche Organismen, die jedoch die gleiche Erbinformation besitzen.
Auch im menschlichen Organismus entwickeln sich die Zellen trotz identischer Erbinformation zu so unterschiedlichen
Geweben wie Muskeln, Knochen oder Nerven. Dies gelingt, indem der Organismus in jeder Zelle jeweils nur bestimmte
Abschnitte seines Erbguts (DNA) aktiviert. Die Aktivierung erfolgt nicht durch die DNA selbst, sondern durch
chemische "Schalter", die sich von außen an die DNA anheften und sie dadurch an- oder ausschalten können. Neben
seiner DNA vererbt ein Organismus auch diese Schalter an seine Nachkommen weiter. Die Analyse der vererbbaren
Eigenschaften, über die Gene an- oder ausgeschaltet werden können, sind Thema der Epigenetik. Wissenschaftler des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik haben jetzt gemeinsam mit Kollegen vom Max-Delbrück-Centrum für
Molekulare Medizin in Berlin-Buch ein neues Schlüsselprotein (DPF3) der epigenetischen Regulation im Herz- und
Skelettmuskel gefunden. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Genes & Development beschreiben die Forscher
unter der Leitung von Silke Sperling die Bedeutung von DPF3 für die Entwicklung und Funktion von Herz- und
Skelettmuskel (Lange, M.et al. Genes & Development 2008; 22: 2370-2384). Volltext
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02.09.2008
Tag der Talente 2008
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik beteiligt sich am Tag der Talente 2008
Der Tag der Talente 2008 wird vom 20. - 22. September in Berlin stattfinden. Bundesministerin Dr. Annette Schavan
lädt hierfür 300 herausragende junge Talente, darunter die Preisträgerinnen und Preisträger auf Bundesebene der
öffentlich finanzierten Schüler- und Leistungswettbewerbe, wie "Jugend forscht" oder dem "Bundeswettbewerb
Komposition" ein. Für ihre außergewöhnlichen Leistungen werden die Schülerinnen und Schüler von der
Bundesbildungsministerin am Tag der Talente ausgezeichnet. Die Talente haben die Möglichkeit in Workshops von
verschiedenen Partnerinstitutionen die eigenen Interessen zu vertiefen und andere Fachgebiete kennen zu lernen. Volltext
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04.07.2008
Neue Methode entschlüsselt Erbinformation genauer als bisher
Neuartige Technologien erlauben es Berliner Wissenschaftlern, die Sequenzen von Botenmolekülen, die Erbinformationen aus dem Zellkern ins Plasma transportieren, detailliert in der Zelle nachzuweisen
Muskeln, Knochen, Nerven - der menschliche Organismus besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zellen. Jede besitzt ihr
eigenes spezifisches Aussehen sowie bestimmte Funktionen. Gemeinsam bilden sie einen Organismus, dessen Erbinformation in allen
Zellen identisch ist. Wie schafft es der Körper, so viele unterschiedliche Zellen entstehen zu lassen? Mit dieser Frage
beschäftigten sich Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, gemeinsam mit Kollegen der Firma
Genomatix Software in München. Mithilfe neuartiger Sequenziertechnologien bestimmten die Forscher die Sequenzen der mRNAs, der
Botenmoleküle, welche die Erbinformationen aus dem Zellkern in das Zellplasma transportieren. Die enorme Sensitivität der
Methode erlaubte ihnen beispielsweise den Nachweis von einzelnen Molekülen. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler eine
Vielzahl bislang unbekannter Splice-Varianten sowie zahlreiche neue Gene. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science
beschreiben Marie-Laure Yaspo und ihre Kollegen das sogenannte "Transkriptom" einer Zelle mit bisher nicht vorstellbarer
Genauigkeit. Ihre Arbeit eröffnet den Weg zu einem umfassenden Verständnis der Bedeutung genetischer Informationen (Science
Express, 3. Juli 2008). Volltext
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24.06.2008
Neuer Ansatz zur Unterdrückung des Tumorwachstums
Berliner Wissenschaftler klären Funktionsweise von Rapamycin im Zellstoffwechsel auf
Bösartige Tumore zeigen häufig eine Überfunktion des sogenannten Sonic Hedgehog (SHH)-Signalweges. Wissenschaftler des Berliner
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik konnten jetzt in Zusammenarbeit mit Kollegen der Charité - Universitätsmedizin
Berlin sowie der Universitäten in Dundee und Innsbruck zeigen, dass Rapamycin, ein Medikament, welches vielfach zur
Unterdrückung der Immunabwehr nach Organtransplantationen eingesetzt wird, diesen Signalweg wirksam blockieren kann. In der
Fachzeitschrift Cancer Research beschreiben Sybille Krauß und ihre Kollegen, dass Rapamycin durch Beeinflussung des
Transkriptionsfaktors GLI3 die Bildung des Zellzyklus-Regulators Cyclin D1 unterdrückt. Dies führt zu einer deutlichen
Verminderung des Wachstums bestimmter Tumore. Die Ergebnisse der Forscher ebnen den Weg für die Markteinführung von Rapamycin
als Medikament gegen maligne Tumore [Krauß et al., Cancer Res 2008; 68(12):4658-65]. Volltext
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14.06.2008
Lange Nacht der Wissenschaften 2008
Vorstellung aktueller Forschungsprojekte des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik
Samstag, 14. Juni 2008, 17:00 - 1:00 Uhr
Vor sieben Jahren wurde das menschliche Genom entschlüsselt. Doch was damals als wissenschaftliche Großtat gefeiert wurde, ist
inzwischen fast selbstverständlich geworden. Inzwischen existieren Bestrebungen, das Erbgut von Einzelpersonen zu analysieren.
Was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns? Gibt es demnächst den gläsernen Menschen, dessen (medizinische) Zukunft kein
Geheimnis mehr ist? Auch 2008 laden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare
Genetik (MPIMG) alle Besucher dazu ein, sich über die aktuellen Entwicklungen der Genomforschung zu informieren.
Volltext
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01.05.2008
Krankheitsgenen auf der Spur
Wissenschaftler identifizieren einen Gendefekt, der geistige Behinderung verursacht
Erbliche Formen der geistigen Behinderung wurden bislang vor allem mit genetischen Defekten auf dem X-Chromosom in Verbindung
gebracht. Bis heute konnten Wissenschaftler mehr als 80 Gene identifizieren, die auf dem X-Chromosom liegen und geistige
Behinderung verursachen können, wenn sie irgendwelche Defekte aufweisen. Doch vermutlich können nur 10 Prozent aller Fälle von
geistiger Behinderung durch solche X-chromosomalen Veränderungen erklärt werden. Den weitaus größeren Teil der Gene, deren
Defekte zu Schäden bei höheren Hirnfunktionen führen können, vermuten Wissenschaftler auf den "Nicht-Geschlechts-Chromosomen",
den sogenannten Autosomen. Forschern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik gelang es jetzt zusammen mit
Wissenschaftlern aus Teheran, durch Untersuchung einer großen iranischen Familie einen Gendefekt auf dem Chromosom 8 zu
identifizieren, der geistige Behinderung nach sich zieht. Eine andere Arbeitsgruppe hat diesen Befund durch Untersuchung einer
kleinen französischen Familie bestätigt. Bei dem Gendefekt könnte es sich daher um eine häufige Form der autosomal rezessiv
vererbten geistigen Behinderung handeln. Beide Untersuchungen werden in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift American Journal of Human Genetics beschrieben (1. Mai 2008). Volltext
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15.04.2008
Einsatz neuer Sequenziertechnologien für klinische Fragestellungen
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin identifizieren neue Gene für geistige Behinderung
Bislang angewandte Methoden zur Untersuchung chromosomaler Bruchpunkte sind relativ umständlich, zeitaufwändig und teilweise
auch zu ungenau, um eventuell unterbrochene Gene zu identifizieren. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für
molekulare Genetik haben jetzt eine Methode vorgestellt, die diese Probleme überwindet. Mit Hilfe neuester
Sequenziertechnologien (Solexa-Sequenzierung) haben die Forscher unter der Leitung von Dr. Wei Chen chromosomale Bruchstellen
von drei Patienten mit unterschiedlichen Formen von geistiger Behinderung untersucht. Es gelang ihnen, bei allen drei Patienten
Gene zu identifizieren, die durch ein Chromosomen-Rearrangement unterbrochen worden waren. Es handelt sich um drei verschiedene
Gene mit völlig unterschiedlicher Funktion; alle drei sind aus Sicht der Wissenschaftler jedoch für die jeweilige Form der
geistigen Behinderung der betroffenen Patienten verantwortlich. Der in der Zeitschrift "Genome Research" erschienene Artikel
beschreibt erstmalig den Einsatz der Solexa-Sequenzierung für klinische Untersuchungen [Chen et. al., Genome Research 2008, DOI:
10.1101/gr.076166.108]. Volltext
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03.04.2008
Computers get to the heart of gene expression
German scientists are unravelling the genetic basis of diseases by combining computational biology techniques.
Link: http://www.rsc.org/Publishing/Journals/cb/Volume/2008/5/heart_of_the_matter.asp
Volltext
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28.03.2008
Ein bisschen wie der Oskar
Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält BioMed Central-Forschungspreis 2007
Der britische Verlag BioMed Central hat am 19. März 2008 die besten wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, die 2007 in
seinen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Den Preis für die beste biologische Arbeit erhielt Dr. Markus Ralser, Gruppenleiter
am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin. Volltext
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07.03.2008
Entstanden Knochen zuerst in der Haut?
Die Isolierung von bestimmten Genen aus den Hautzähnen des Katzenhais legt diese Vermutung nahe
"Was verbindet den Menschen mit einem Lanzettfischchen, dem Schleimaal und dem Katzenhai?" Dieser Frage sind Wissenschaftler des
Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und ihre Kollegen aus Berlin, Hamburg und Tübingen nachgegangen. Sie untersuchten
anhand wichtiger Vertreter der Chorda-Tiere, zu denen auch die Wirbeltiere gehören, die phylogenetischen Ursprünge von Knorpeln,
Knochen, Zähnen und Skelett. Dabei nahmen sie auf molekularer Ebene bestimmte Entwicklungsgene (Runx 1-3) unter die Lupe, die
eine Schlüsselrolle in der Skelettentwicklung spielen. Die Ergebnisse verblüfften die Forscher: Denn die Aktivitäten dieser Gene
ließen sich mehrere hundert Millionen Jahre zurückverfolgen. Runx-Gene waren sowohl im Kiemendarm von Lanzettfischchen, im
Knorpel von Schleimaalen sowie im Knorpel und den zahn-ähnlichen Hautschuppen des Katzenhais aktiv. Letzteres lässt auf eine
gemeinsame Vorläuferstruktur von Knochen und den zahn-ähnlichen Hautschuppen beim Hai schließen. (PLoS Genetics, 6. März 2008) Volltext
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15.02.2008
Süßes Geheimnis wird gelüftet
Wissenschaftler aus Berlin und Bielefeld wollen das Genom der Zuckerrübe entschlüsseln - Grundlage für die Züchtung leistungsfähigerer Sorten wird gelegt
Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und dem Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld planen, in
den nächsten drei Jahren unter Beteiligung deutscher Saatgutfirmen die gesamte Erbinformation der Zuckerrübe zu entschlüsseln. Damit legen sie die
Grundlage für die Züchtung leistungsfähigerer Sorten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderinitiative
GABI-FUTURE mit insgesamt drei Millionen Euro gefördert. Volltext
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05.02.2008
Zuckermangel fördert Falten
Defekte Glykoproteinbildung verursacht auffällige genetische Hautveränderungen
Rosige, faltenfreie Haut wird bei Babys als selbstverständlich vorausgesetzt. Verschiedene Störungen können jedoch dazu führen, dass
bereits Neugeborene Hautfalten aufweisen, wie sie normalerweise erst bei sehr alten Menschen zu finden sind. Wissenschaftler des
Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik haben jetzt gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, Köln, Belgien, den Niederlanden,
Großbritannien, Oman und den USA die genetischen Grundlagen einer schweren Hauterkrankung, der Cutis laxa (wrinkly skin-Syndrom)
aufgeklärt. In der Fachzeitschrift Nature Genetics beschreiben sie, dass die Mutation einer sogenannten Protonenpumpe in der Wand des
Golgi-Apparates zu extremer Faltenbildung und vorzeitiger Hautalterung bei den Betroffenen führt [U. Kornak et al.: Impaired
glycosylation and cutis laxa caused by mutations in the vesicular H+-ATPase subunit ATP6V0A2. Nature Genetics 40 (1), 32-34 (2008)]. Volltext
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