
|
Ein bisschen wie der Oskar
Nachwuchswissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik erhält BioMed Central-Forschungspreis 2007
Der britische Verlag BioMed Central hat am 19. März 2008 die besten wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, die 2007 in
seinen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Den Preis für die beste biologische Arbeit erhielt Dr. Markus Ralser, Gruppenleiter
am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin.
"Ich war nahe am Herzinfarkt, als sie den Brief öffneten", berichtet Ralser. "Die Verleihung der BioMed Central Research Awards
hatte einen ähnlichen Ablauf wie eine Oskar-Verleihung. Nach einer Auswahlphase erstellte eine Jury eine Shortlist der drei
besten Arbeiten, die 2007 in einer der Zeitschriften von BioMed Central publiziert wurden. Die Autoren wurden alle zur
Preisverleihung nach London eingeladen, aber bis zum Öffnen des Umschlages wußte niemand von uns, wer wirklich gewonnen hatte."
Ralser wurde für seine Arbeit "Dynamic rerouting of the carbohydrate flux is key to counteracting oxidative stress"
ausgezeichnet, die im Dezember 2007 im Journal of Biology erschienen ist. Gemeinsam mit Kollegen aus Berlin, Amsterdam und
Salzburg beschreibt er darin einen molekularen Schalter, über den Zellen ihren Stoffwechsel umstellen können, um besser auf
oxidativen Stress reagieren zu können. Die beteiligten Wissenschaftler hoffen, dass ihre Erkenntnisse zur Entwicklung neuer
Therapien gegen Erkrankungen wie Malaria, Alzheimer, Parkinson oder Krebs beitragen können. Neben dem Preis für biologische
Forschung wurden zwei weitere Preise für medizinische Arbeiten vergeben. Die Preisträger erhielten eine Ehrenauszeichnung sowie
ein Preisgeld von jeweils 5.000 $.
BioMed Central ist ein wissenschaftlicher Verlag in Großbritannien, der insgesamt 185 Open-Access-Fachzeitschriften publiziert.
Dies bedeutet, dass alle seine Zeitschriften bzw. die darin veröfffentlichten Artikel für jeden kostenfrei und öffentlich im
Internet zugänglich sind. Anfallende Kosten werden durch Gebühren gedeckt, welche die publizierenden Autoren selbst tragen. Die
Veröffentlichungen werden jedoch einer ebenso strengen Qualitätskontrolle (Peer review) unterzogen, wie dies bei traditionellen
Verlegern der Fall ist. Ziel von Open Access ist die allgemeine Verbreitung und Maximierung wissenschaftlichen Wissens.
[pm]
Die prämierte Arbeit:
Ralser M, Wamelink MM, Kowald A, Gerisch B, Heeren G, Struys EA, Klipp E, Jakobs C, Breitenbach M, Lehrach H, Krobitsch S.
Dynamic rerouting of the carbohydrate flux is key to counteracting oxidative stress. J Biol. 2007 Dec 21; 6(4): 10.
http://jbiol.com/content/6/4/10
Weitere Informationen unter:
http://www.biomedcentral.com/researchawards/
http://open-access.net/
Kontakt:
Dr. Patricia Marquardt
Max-Planck-Institut für molekulare Genetik
Ihnestr. 63-73
14195 Berlin
Tel.: +49 30 8413-1716

|