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Max-Planck-Forschungspreis an Martin Vingron
Bioinformatiker erhält die mit 750.000 Euro dotierte Auszeichnung
Die beiden Bioinformatiker Prof. Martin Vingron und Prof. Eugene W. Myers werden
mit dem diesjährigen Max-Planck-Forschungspreis ausgezeichnet, der gemeinsam von
der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft verliehen
wird. Martin Vingron (42) ist Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare
Genetik in Berlin und lehrt zugleich im Rahmen einer Honorarprofessur
Bioinformatik an der Freien Universität Berlin. Sein Kollege Eugene W. Myers
(50) ist Professor für Informatik und Molekularbiologie an der University of
California in Berkeley/USA. Das Ziel dieser mit jeweils 750.000 Euro dotierten
Auszeichnung ist es, die gemeinsame Spitzenforschung von deutschen und
ausländischen Wissenschaftlern zu fördern. Der Preis soll den Forschen
ermöglichen, internationale Kooperationen flexibel aufnehmen, vertiefen oder
erweitern zu können.
Die Bioinformatik vereinigt so unterschiedliche Forschungsdisziplinen wie
Molekularbiologie, Statistik, Informatik und Genetik. Prof. Martin Vingron
gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet. Seine
Hauptinteressen umfassen die Expression von Genen, d.h. die Umsetzung
genetischer Information in Genprodukte, sowie die Regulation der Genaktivität.
Viele Krankheiten oder auch Krankheitsstadien können durch das spezifische
Aktivitätsmuster ( Genexpressionsprofil ) der rund 30.000 Gene des menschlichen
Organismus charakterisiert werden. Mithilfe von DNA-Microarrays oder
Gen-Chips kann künftig das Erbgut eines einzelnen Patienten auf kleinste
Veränderungen untersucht und auf Grundlage der Ergebnisse gezielt therapiert
werden eine Entwicklung, die kurz vor dem Übergang in den medizinischen Alltag
steht. Vingrons Arbeiten bilden dafür eine wesentliche Grundlage.
Der Max-Planck-Forschungspreis wird am Donnerstag, dem 24. Juni 2004, um 17.30
Uhr bei der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Stuttgart
verliehen. Bundesforschungsministerin Edelgard Buhlmann wird die
Preisverleihung vornehmen. In diesem Jahr wird der Preis erstmalig nur noch an
zwei Wissenschaftler vergeben, zuvor waren es bis zu zwölf Preisträger jährlich.
Weitere Informationen:
Dr. Patricia Béziat
Max-Planck-Institut fuer molekulare Genetik
Ihnestr. 63 - 73
D-14195 Berlin
Tel.: +49 (0)30 8413-1716
Fax: +49 (0)30 8413-1671
Email: beziat@molgen.mpg.de

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