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07.02.2012   Altersforschung in Berlin schreitet voran

Zweite Berliner Altersstudie erhält 6,3 Millionen Euro

Nach dem großen Erfolg der ersten Berliner Altersstudie fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein weiteres multidisziplinäres Projekt in der Altersforschung. Ziel der zweiten Berliner Altersstudie (BASE-II) ist es, grundlegende Alterungsprozesse besser zu verstehen und Ursachen von Gesundheit und Krankheit im Alter zu identifizieren. Sprecherin des Projektes ist Elisabeth Steinhagen-Thiessen von der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Ebenfalls beteiligt ist ein Team des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik um Lars Bertram.

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31.01.2012   Mögliche Zielmoleküle für die Krebstherapie entdeckt

Über die Hemmung des Proteins Hsp90 lassen sich an der Tumorentstehung beteiligte Enzyme ausschalten

In Krebszellen ist das Zellwachstum außer Kontrolle geraten. Dadurch teilen sie sich übermäßig und können in benachbartes Gewebe einwandern. Verantwortlich dafür sind häufig sogenannte Proteinkinasen – bestimmte Enzyme, die aufgrund einer Überfunktion die Zellteilung ankurbeln. Viele dieser Enzyme benötigen zu ihrer Stabilisierung das Helferprotein Hsp90. Ein Forscherteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin hat nun zahlreiche Proteinkinasen aus unterschiedlichen Signalwegen identifiziert, die mit Hsp90 interagieren. Die Entdeckung ist ein wichtiger Ansatzpunkt für die Entwicklung und Anwendung neuer Krebsmedikamente, denn Hsp90 lässt sich selektiv blockieren.

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31.01.2012   Zweites nach Chromosomensätzen getrenntes Genom setzt internationalen Goldstandard

Max-Planck-Forscher unterscheiden Erbanlagen von Vater und Mutter in bislang unerreichter Qualität

Ein Grundprinzip der sexuellen Fortpflanzung ist die Neukombination der Erbinformationen beider Elternteile. Jeder Mensch trägt in sich die Erbanlagen seiner Mutter und seines Vater, er hat ein doppeltes (diploides) Genom (vergleiche Pressemeldung MPIMG vom 06.09.2011). Mit bisher gebräuchlichen Sequenziermethoden können zwar die genetischen Informationen von Einzelpersonen entschlüsselt werden, es ist aber nicht möglich, dabei zwischen den unterschiedlichen Varianten der Gensequenz auf den Chromosomen vom Vater und von der Mutter, den sogenannten Haplotypen, zu unterscheiden. Einem Wissenschaftlerteam vom Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik ist es jetzt bereits zum zweiten Mal gelungen, beide Bestandteile eines individuellen Genoms voneinander getrennt nahezu vollständig zu entschlüsseln. In der Fachzeitschrift Nucleic Acids Research berichten die Forscher um Margret Hoehe von der Sequenzierung eines zweiten, vollständig in seine molekularen Haplotypen aufgelösten Genoms.

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